Isolationismus 2.0 – oder: der Rüpel

Ansatzweise hat er ja jetzt auf dem zweiten Teil seiner Reise dann doch meine letztwöchigen, natürlich nicht ganz ernstgemeinten, Erwartungen erfüllt, der Donald.

Man könnte aus europäischer Sicht sogar sagen, er hat die schlimmsten Befürchtungen wieder einmal übertroffen. Klimaschutz, Flüchtlinge und insbesondere Handel, er meint es sehr sehr ernst mit seinem America First. Allerdings muss Europa das jetzt – das hat Mutti ganz gut realisiert – schlicht und ergreifend als Chance begreifen in unterschiedlichen Politikbereichen endlich eigenständig in die Pötte zu kommen. Der gute Donald scheint sich jedenfalls definitiv bei waffenverliebten, arabischen Potentaten mit Goldpalästen deutlich wohler zu fühlen, als im alten Europa, wo es tatsächlich noch sowas wie Anstand und Manieren gibt. Ich fand nun zwei Dinge an seinen unglaublichen Auftritten bei der NATO, EU und G7 bemerkenswert, die man auch wunderbar an zwei kleinen Ausschnitten von der Reise festmachen kann.

Nicht nur benimmt er sich hier wie ein x-beliebiger Schulhofrabauke, er macht auch ein entsprechendes Gesicht. Ich habe mich das die ganze Berichterstattung über immer wieder gefragt und konnte mich beim besten Willen an keinen Moment erinnern. Habt ihr Donald Trump schon einmal wirklich ausgiebig lachen sehen? Also nicht aufgesetzt freundlich tun, wie im unteren Video, sondern richtig lachen. Googelt man da nun ein bisschen herum, dann kommt man zum Ergebnis, dass völlig homorbefreite Menschen häufig unter Serotoninmangel leiden. Vielleicht bräuchte der Mann einfach nur ne ordentliche Therapie mit dem Zeugs, wer weiß?

Hier kann man nun wieder ganz genau sehen, wie ihn das wurmt, dass Macron zuerst Mutti und dann erst ihn begrüßt. Ich bleibe bei meiner Laienmeinung, dass der Mann eine erstklassige, narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Sobald sich nicht alles, aber auch wirklich alles, komplett um ihn dreht, oder er seiner Ansicht nach zu Unrecht (also immer) kritisiert wird, flippt er aus. Das kann man auch wunderbar nachverfolgen, wenn man sich durch seinen Twitter-Account der letzten Tage liest. „Overwhelming Success“, „Hundreds of billions of dollars for the US – JOBS, JOBS, JOBS“ und natürlich die stündlichen Rundumschläge gegen die Fake News-Media, die um Gottes willen ihre Quellen nicht preisgeben wollen, die Bösen. Ein veritables Paralleluniversum, das sich da auftut.

Interessant sind hier dann aber auch die Antworten, von denen – neben den üblichen Lobeshymnen oder Beschimpfungen – ein nicht unbeträchtlicher Teil aus Entschuldigungen der Amerikaner an die Welt für diesen Präsidenten bestehen. Und das wiederum ist die gute Nachricht. Der Schaden – neben den längst nicht ausgestandenen Skandalen in der Russland-Affäre- den der Isolationismus dem Ansehen der USA zufügt, wird in zunehmendem Maße auch von Republikanern registriert. So sprach der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, jüngst angesichts der bisherigen Präsdentschaft von einem „complete disaster“. Man muss jetzt dem Sonderermittler Robert Mueller, der von beiden Parteien hoch angesehen wird, alle Daumen drücken, dass er in den nächsten Monaten ein paar Dinge finden wird.

 

Media Outline – 29.05.

Die Newsweek erinnert angesichts des Anschlags in Manchester an die lange Geschichte des Terrorismus in Großbritannien, von anarchistischen Attentaten, anti-kolonial motivierten Gewaltakten bis zum Terror der IRA. Es sei sinnvoll sich an die vergangenen Lektionen zu erinnern, um eine breitere Perspektive auf den derzeitigen Terrorismus und den Umgang mit ihm zu gewinnen.

The Atlantic erinnert in Nachrufen an zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Der am vergangenen Freitag im Alter von 99 Jahren verstorbene Außenpolitiker Zbigniew Brzezinski war zweifelsohne eine der einflußreichsten Stimmen in der amerikanischen Außenpolitik seit seiner Tätigkeit als National Security Advisor im Kabinett von Jimmy Carter. Sicherlich nicht unumstritten, aber oft genug von unerhörter Weitsicht – so warnte er früher als die meisten anderen vor der aggressiven Machtpolitik Wladimir Putins – prägte er die Debatten um Amerika´s Rolle in der Welt seit mehr als 40 Jahren. Geradezu prophetisch liest sich sein letzter Tweet, den er am 04. Mai versendete: „Sophisticated US leadership is the sine qua non of a stable world order. However, we lack the former while the latter is getting worse“.

Zudem wird hier auch an den mit 69 Jahren gestorbenen Gründer der Allman Brothers, Gregg Allman, gedacht, dessen Einfluß auf Southern Rock Bands wie Lnyrd Skynrd oft unterschätzt werde. Zudem haben die Allman Brothers mit Live at the Fillmore East eines der einflußreichsten Live-Alben der Rockgeschichte zu verantworten.

Die Time berichtet in einem netten Artikel über eine Versuchsreihe, die herauszufinden versuchte, ob es Unterschiede in der Interaktion von Vätern mit Töchtern und Söhnen gibt. Und, so zumindest die Ergebnisse der Neuropsychologen, in der Tat neigten Väter in Gesprächen mit Töchtern weit eher dazu Gefühle wie Traurigkeit auszudrücken, als in Gesprächen mit Söhnen. Zudem würden sie ganz grundsätzlich mit ersteren eine analytischere Sprache wählen.

Die Vanity Fair lässt uns etwas wirr, aber trotzdem amüsant, an der russischen Wahrnehmung Amerika´s teilhaben. Peter Savodnik berichtet zum Einen über Blogger und andere liberale Eliten in Russland und wie dort die jüngsten politischen Entwicklungen in den USA betrachtet werden. Andererseits gäbe es auch die Trump-Befürworter, die vor allem schätzen, dass Trump Russland wieder ernst nimmt, aber dennoch mit Sorge auf die Unberechenbarkeit in Washington blicken: Even the Russians are scared to death…

 

 

 

Städtet(r)ips – Chicago II

Wußtet Ihr schon das:

  • es in Chicago inklusive Vororten Stand 2016 insgesamt 109 Brauereien gibt – Chicago ist damit definitiv DIE Bierhauptstadt der USA.
  • Laut dem Zensus von 2000 15,8% der Einwohner Chicagos deutsche Vorfahren haben?
  • Chicago die zweitgrößte polnische Stadt außerhalb Warschaus ist?

Ersteres hat direkt mit Zweiterem zu tun. Es lohnt sich unbedingt eine kleine Tour durch einige der Brauereien in Chicago zu machen, man kann dort auch für deutsche Verhältnisse richtig gutes Bier finden. Ob man sich dabei für die bekannteren Biersorten wie Goose Island oder eher für neuere Gründungen wie Dovetail entscheidet, spielt dabei keine große Rolle, es wird ganz sicher für jeden Biergeschmack etwas dabei sein. Eine wirklich gute Liste gibt es hier: The Best Chicago Breweries. Ob man dem deutschen Einfluß in Chicago dann auch noch in einigen der zahllosen deutschen Restaurants nachspüren will, sei jedem selbst überlassen. Wenn man das machen will, dann ist das 1898 gegründete The Berghoff die Institution für deutsches Essen in Chicago.

Vermutlich faszinierender ist es aber, sich auf die Spuren der polnischen Einwanderung in Chicago zu begeben. Und das kann man am Besten in Wicker Park. Dort gibt es das wirklich sehenswerte Polish Museum of America zu sehen und auch sonst findet man auf einem Spaziergang durch Wicker Park überall die Spuren polnischer und auch ukrainischer Einwanderung – letztere haben nochmal ein eigenes Museum.

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Nicht in Warschau oder Krakau – mitten in Chicago

Wicker Park ist aber nicht nur das Zentrum polnischer Einwanderung, sondern auch DAS Szeneviertel in Chicago. Insbesondere entlang der North Milwaukee Avenue gibt es großartige Hipster-Cafés, Second-Hand-Läden und hervorragende Antiquariate wie etwa Myopic-Books. Auch abends kann man sich hier wunderbar die Zeit vertreiben, es gibt tolle Länderküche aus allen Ecken der Welt – ich empfehle peruanisch – aber auch ganz abgefahrene amerikanische Läden wie z.B. The Frontier, in dem man Wildschwein-Sandwiches und Bisonburger bekommt. In den zahlreichen Kneipen und Clubs von Wicker Park wird man dann nach dem Essen auch sehr sicher nicht lange alleine bleiben, Chicagoans sind außerordentlich aufgeschlossen und kontaktfreudig.

Also Folks, um einen zwar ganz anders gemeinten Song von Crosby, Stills, Nash & Young zu zitieren: Won´t you please come to Chicago…

Filmbesprechung: Alien Covenant

Ein Problem mit dem jeder Alien-Film, der nach 1979 entstanden ist, zu kämpfen hat, ist der Vergleich mit dem bahnbrechenden Erstling. Niemals wieder sei die Qualität des Originalfilms seither erreicht worden. Das ist in etwa so, als würde man Spiel mir das Lied vom Tod schauen und dann festellen, dass jeder danach gedrehte Western diesem Meilenstein nicht das Wasser reichen kann. Ein ziemlich schwaches Argument, aber vorweggeschickt sei eines: auch Alien Covenant hält dem Vergleich nicht stand. Trotzdem ist der Film aus unterschiedlichen Gründen sehenswert.

Die Geschichte ist recht schnell erzählt. Ein Raumschiff soll 2000 Kolonisten zu einem erdähnlichen Planeten bringen. Dieses Unterfangen wird durch einen Weltraumunfall unsanft unterbrochen und die Crew des Schiffes beschließt dem Ursprung eines jüngst empfangenen Funksignals nachzugehen und einen alternativen Planeten für die Besiedlung zu erkunden. Wie man sich vorstellen kann, eine verhängnisvolle Entscheidung. Es handelt sich hier nämlich um die am Ende des Vorgängerfilms Prometheus angesteuerte Heimat der gottähnlichen Konstrukteure, die nun aber nur noch vom Androiden David (in einer sehenswerten Doppelrolle Michael Fassbender) und natürlich von Aliens in unterschiedlichen Evolutionsstadien bewohnt wird. Von hier an erhält der geneigte Alien-Fan von Ridley Scott alle erwartbaren, ikonographischen Zutaten durchaus spannend serviert: aus Leibern hervorbrechende Alien-Embyros, ins Gesicht springende Facehugger, eine offen an Sigourney Weaver angelehnte Heldin (Katherine Waterston) etc.pp und immer wieder auch – leider mit etwas wenig Selbstironie inszeniert – mehr oder weniger offensichtliche Zitate aus allen Vorgängerfilmen. Das vom Schweizer-Künstler H.R. Giger erschaffene, sehr viele menschliche Urängste bündelnde, Filmmonster hatte schon immer auch eine pervertierte, sexuelle Konnotation und hier schafft es Scott eine Szene einzuweben, die das Zeug hat, zu einem weiteren kanonischen Element des Alien-Universums zu werden.

Nun geht es Ridley Scott darüberhinaus ja seit Prometheus aber auch noch um eine andere Ebene, er will uns erzählen, woher die Aliens eigentlich kommen, wer sie erschaffen hat. Hier schwingt er sich dann zu philosophischen Grundfragen auf, die naturgemäß bei einem Film des klassischen Unterhaltungskinos wenig subtil daherkommen. Trotzdem gelingt ihm eine ganz spannende Variante des Die-Geister-die-wir-riefen-Topos. Es ist gut gemacht wenn zu Wagner´s Einzug der Götter in Walhall der Mensch auf Umwegen mit seiner eigenen Schöpfung, einem evolutionsbiologisch perfekten Organismus, der nur Fortpflanzung und das Töten kennt, konfrontiert wird.

Alien Covenant ist kein Meisterwerk geworden, aber er ist handwerklich sehr gut inszenierter, spannender Science-Fiction-Horror. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

 

Auf Reisen…

ist er ja jetzt seit Samstag, der Donald. Als letzter aller US-Präsidenten seit 50 Jahren, hat er mit der Air Force One dann auch einmal den amerikanischen Luftraum verlassen.

Und ich hatte mir das für den heutigen Trump´s Day so schön zurechtgelegt. Eine Grundsatzrede zum Islam, unter anderem instruiert von der Expertise des zum Begleittross gehörenden Countrysängers Toby Keith, dessen größter Hit den Titel „I like girls who drink beer“ trägt. Dann ein Besuch in Israel, dem weltpolitischen Minenfeld schlechthin, von dessen Geheimdienst Mossad er zuerst mal Geheiminformationen an Russland weitergab und die auch nicht in Jubelschreie ausbrechen, wenn man einen Waffendeal über 100 Milliarden mit Saudi-Arabien abschließt. Ich hegte schon die große Hoffnung, dass er womöglich dem Islam gleich den Krieg erklärt oder in Jerusalem Palästina als Staat anerkennt – am Besten noch, um Garry Kasparow zu zitieren, mit den Worten „Mr. Netanyahu TEAR DOWN THAT WALL“. Und jetzt? Jetzt erzählt er den islamischen Ländern bloß schnöde, sie mögen doch bitte die Terroristen endlich hinauswerfen. Immerhin gab es auch in Saudi-Arabien wieder Beispiele des grenzenlosen Nepotismus der Trump-Administration, profitierten doch seine eigenen Hotels in Teilen von dieser Reise. Israel stimmt er milde, indem er die Siedlungspolitik nicht in Bausch und Bogen verdammt und klarstellt dass der Iran – moderater Wahlsieger hin oder her – trotzdem noch zur Achse des Bösen gehört und natürlich niemals nie Atomwaffen besitzen wird. Das alles sind natürlich auch schon berichtenswerte, unschöne Dinge, aber der Mann hat die Messlatte bislang eben schon sehr hoch gelegt.

Nun kann ich mich also für etwaige Peinlichkeiten auf Donald´s Reise nur noch daran klammern, dass er dem Papst erzählt, warum zum Geier im Vatikan nicht 500 Jahre Reformation ordentlich gefeiert werden, die NATO doch wieder obsolet ist oder ab jetzt alle G7-Staaten 50% Einfuhrzölle bezahlen müssen.

Kein guter Trump´s Day irgendwie, Mensch Donald echt. Naja, er wird jedenfalls, da sind sich die meisten Beobachter einig, den Turbulenzen daheim kaum entkommen können, dazu ist die vergangenen zwei Wochen zu viel passiert. Das er aber nicht mal  Skandale ordentlich hinbekommt, seziert, wie immer großartig, John Oliver in Last Week Tonight:

Media Outline – 22.05.

Das Wort Impeachment macht nicht nur in politischen Kreisen mit zunehmender Frequenz die Runde, auch die amerikanischen Medien machen sich nach den Skandalen der vergangenen Woche und der Einsetzung des auch von Trump selbst gefürchteten Sonderermittlers Robert Mueller, mehr und mehr Gedanken über ein mögliches Amtsenthebungsverfahren. Einen sehr gut recherchierten Überblick hierzu bietet Robert Reich im San Francisco Chronicle  auch die Washington Post ist ziemlich überzeugt, dass der Schaden der letzten zwei Wochen zu groß ist, um die Präsidentschaft 4 Jahre überleben zu lassen.

Zwei sehr lesenswerte Artikel wiederum beschäftigen sich auf unterschiedlichen Ebenen mit der Bedeutung von Sprache für Zuschreibungen und Werteordungen, beide nutzen hierfür die Philippinen als Beispiel. Die NY Times beschreibt wie die Bedeutungsverschiebungen in der Sprache einen schleichenden Wandel demokratischer Normen hin zu faschistoiden Tendenzen andeutet, während der Atlantic an dem Beispiel moderner Sklaverei feststellt, wie alleine das Wort „Sklave“ ein System von Unfreiheit etablieren kann, das es eigentlich zu überwinden gälte.

Das Technologiemagazin Wired hat das gerade entstehende Apple Hauptquartier in Cupertino besucht und daraus eine Reportage über die  Entstehungsgeschichte dieses Monumentalprojekts gemacht. Man kann darüber noch einmal einen ganz guten Einblick in den gelinde gesagt schwierigen Charakter von Steve Jobs bekommen und verstehen lernen wie Apple tickt. Denn auch die Architektur des Apple Campus – einer Art Möbius-Band – folgt einer produktimmanten Logik, der man sich laut Wired nur schwer entziehen könne: The Mothership.

Schließlich nimmt uns die NY Review of Books mit auf eine Reise durch die Geschichte des Konsums und stellt die Frage, wie wir zu dem wurden was wir heute sind. Die These lautet. das unsere Entwicklung zum Konsumenten mindestens genausoviel mit staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Wohlfahrtsstaat, der Steuerung von Handelsbeziehungen und Ähnlichem zu tun hat, denn mit marktgesteuerten Konsumentscheidungen des Individuums.

Städtet(r)ips – Chicago I

City by the Lake, Velvet City oder wie sie die meisten kennen, The Windy City. Chicago, drittgrößte Stadt der USA, eine der Hauptstädte des Blues, Heimat der Deep Dish Pizza, des Chicago Style Hot Dog und der Cubbies. Chicago gehört für mich zu den unterschätztesten Städten in den USA, dabei gäbe es genügend gute Gründe der Stadt am Lake Michigan einen Besuch abzustatten. Ich will Euch ein paar davon in zwei Teilen am Casual Friday vorstellen, manche davon bekannter, manche hoffentlich eher weniger.

Mögt Ihr moderne Architektur? Wenn ja ist Chicago einer der besten Orte weltweit, die man besuchen kann. Weltberühmte Architekten wie Frank Lloyd Wright haben in der ganzen Stadt ihre Spuren hinterlassen, Chicago war zudem die erste echte Wolkenkratzerstadt in den USA. Das Wrigley Building oder  der Tribune Tower entlang der großen Einkaufsstraße Magnificent Mile sind neben anderen absolute Blickfänge wenn man sich durch die Loop genannte Downtown von Chicago arbeitet.

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Das Wrigley Building vom Wacker Drive und dem Chicago River aus gesehen

Sehr gute Tourentips für Architekturliebhaber gibt es hier, wer zum Laufen irgendwann zu müde ist, der sollte unbedingt auch eine Bootsfahrt auf dem Chicago River machen. Ausfallen lassen sollte man aber auf keinen Fall den Besuch eines der innenstadtnahen Strände und den Besuch des Hancock Tower – die Aussicht ist der vom berühmteren Sears Tower weit überlegen. Um etwas zu relaxen und die Beine hochzulegen, lohnt sich auch der Besuch eines Baseballspiels im legendären Wrigley Field, der zweitältesten Sportstätte der USA. Insbesondere mit Kindern (aber nicht nur) kann man sich dann  auch das Chicago Museum of Science and Industry ansehen, Flugsimulatoren, eine ganze Boeing und U-Boote in einem ebenfalls architektonisch interessanten Areal.

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Blick vom Hancock Tower

Abends sollte man dann einen kleinen Ausflug nach Lincoln Park machen und einen der legendären Bluesclubs wie Kingston Mines aufsuchen, dort weht einem dann der ganze Spirit der Windy City entgegen.

Seit Al Capone und Filmen wie den Untouchables hat Chicago nun den Ruf einer veritablen Mördergrube, was durch verschiedene Gang-Wars in letzter Zeit neuen Auftrieb erhalten hat. Lasst Euch aber versichert sein, das man in der eigentlichen Innenstadt so sicher – oder eben unsicher – ist, wie in jeder anderen Großstadt auch. Meiden sollte man tatsächlich die meisten Ecken der berüchtigten South Side, der Heimat von Barack Obama. Nächste Woche gehts dann um einige weniger bekannte Ecken und Urlaubsgründe, die Chicago noch zu bieten hat, stay tuned and have a great weekend guys 😉