„Hunger for the Wild“ – der PCT als Frontiererfahrung II

Die Pläne zur Einrichtung des Appalachian Trail reichen bis in die 1930er Jahre zurück. Das hat einerseits damit zu tun, dass man die Errichtung eines solchen Fernwanderwegs als weitere Möglichkeit einer Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahme im Rahmen des New Deal unter Franklin D. Roosevelt auffasste (tatsächlich wurden einige Abschnitte des AT von Arbeitern des Civilian Conservation Corps gebaut). Andererseits steckte aber auch die Idee dahinter, den Arbeitern aus den metropolitanen Zentren des Nordostens die Möglichkeit zur „Regeneration“ in der Wildnis des Appalachengebirges zu bieten, da man fürchtete, zu lange Aufenthalte in Städten und die Konfrontation mit deren Segnungen der Moderne, führe unweigerlich zu einer „Verweichlichung“ des amerikanischen Mannes. Man müsse immer wieder den Gefahren der Frontier ausgesetzt werden, um wahrhaft amerikanisch zu sein – derlei Ideen lassen sich bis zu Theodore Roosevelt, John Muir und den frühen Einrichtungen der Nationalparks in Yellowstone (1872)  und Yosemite (1890) zurückverfolgen, in denen es darum ging die Wildnis vor den Gefahren und Zerstörungen der Zivilisation zu retten  – dass das für die Native Americans nicht galt, ist noch einmal ein anderes Thema. Und das trifft auch und insbesondere für die Einrichtung der Fernwanderwege im amerikanischen Westen wie den PCT, CDT oder auch den Arizona Trail von 1968 bis in die 2000er Jahre zu, die zumeist auf die private Initiative  einiger Enthusiasten zurückging und erst danach (im National Trails System Act von 1968) auch staatlich mandatiert wurde.

Nun ist es ohne jeden Zweifel so, dass die Erschließung und Besiedlung des amerikanischen Westens für die Menschen des 18. und 19. Jahrhunderts tatsächlich mit zahllosen Gefahren verbunden war und man das Versprechen auf Freiheit, Landbesitz und den Abschied von den Fesseln des europäischen Ständestaats auch gerne einmal mit dem Leben bezahlen konnte. Indianerangriffe, Wassermangel, die Unberechenbarkeiten des Wetters im Westen, das Überqueren der scheinbar unüberwindlichen Gebirgsketten, Gefahren aus der Tierwelt, waren alles Dinge die sowohl konkret erfahren wurden, als auch bereits zum Zeitpunkt dieser konkreten Erfahrung Eingang in das Frontiernarrativ fanden. Nun ist es zwar nicht mehr so, dass man auf dem PCT von einem Comanchekrieger skalpiert werden kann – hier haben eingeschleppte Krankheiten, diametral entgegengesetzte kulturelle Vorstellungen, sowie die spezifische Gewaltkultur des amerikanischen Siedlerkolonialismus, um nur einige Gründe zu nennen, leider ganze Arbeit geleistet – die anderen Gefahren bietet aber zumindest in der Vorstellung, zum Teil auch in der Praxis – eine Wanderung auf dem PCT.

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Wenn man die Gatter an einem Trailhead des PCT hinter sich zumacht und sich auf den Weg begibt, dann lässt man bald auch die Strommasten hinter sich und mit ihnen auch die letzten Reste von menschengemachter Zivilisation. Für die meisten Wanderer sind die Anfahrt zum PCT und die ersten Schritte auf diesem, eine Reise ins Ungewisse, auf der potentielle Gefahren wie Bären, gefährliche Wegabschnitte und Wettergewalten auf einen warten, aber eben auch das Versprechen auf menschenleere Wildnis, Abenteuer und scheinbar grenzenlose Freiheit, fernab von den Zwängen der bürgerlichen Gesellschaft – sounds familiar doesn´t it?

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Was wird uns am Ende der Bootsfahrt erwarten?
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Ein Bär samt Jungem – Frontier…

 

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Eher nicht runterschauen, wenn man Höhenangst hat.

Das ist einer der Gründe, warum viele Menschen eine Wanderung auf dem PCT so attraktiv finden. Weil dieser Weg auf mehr oder weniger konkrete Art, zahlreiche Versprechen des Frontiermythos aufgreift und man damit die, auf die allgemeine Attraktivität der USA für Immigranten aus aller Welt, bezogenen Worte des Publizisten Thurston Clarke, auch einfach auf den PCT ummünzen kann: „Why did people come to America? To get away. Yes, because of this simplest of reasons. To get away from everything. To get away from what they are and what they were. That´s why people came to America, and still come.“

Im dritten und letzten Teil geht es dann um eine weitere Stufe der Konkretisierung in der Beziehung zwischen Frontiermythos und dem PCT.

„Hunger for the Wild“ – der PCT als Frontiererfahrung I

Der Frontiermythos, also die Idee einer spezifisch amerikanischen Wildniserfahrung, die mit der Eroberung und Kolonisation des amerikanischen Westens einhergegangen sei, ist tief in die diskursive DNA der Vereinigten Staaten eingeschrieben. Der Kulturhistoriker Richard Slotkin hat das – und hier lohnt sich ein etwas ausführlicheres Zitat – einmal so beschrieben: „The Myth of the Frontier is our oldest and most characteristic myth, expressed in a body of literature, folklore, ritual, historiography, and polemics produced over a period of three centuries. According to this myth-historiography, the conquest of the wilderness…has been the means to our achievement of a national identity, a democratic polity, an ever-expanding economy, and a phenomenally dynamic and ´progressive´ civilization.“ Zudem sei dem Frontiermythos laut Slotkin – unter Mythos verstehe ich übrigens ein für Gesellschaften notwendiges, sinn- und identitätsstiftendes Narrativ und nicht etwas Unwahres oder Falsches – immer eine regenerative Funktion zueigen gewesen, eine Erneuerungsdynamik, die einen zentralen Bestandteil des amerikanischen Selbstverständnisses ausmacht. Diese Frontiererfahrung kann man sehr gut mit der Etablierung der amerikanischen Trails generell und mit dem PCT und der tatsächlichen Wandererfahrung dort, im Speziellen, in Verbindung bringen.

Diese Verbindung besteht auf zwei Ebenen, die natürlich nicht strikt voneinander zu trennen sind, sondern sich immer wieder überlappen, die ich aber aus darstellerischen Gründen trotzdem in insgesamt drei Beiträge aufteile. Die eine Ebene ist eine eher unbewußte, nicht intendierte, die zweite wiederum evoziert Teile des Frontiermythos sehr konkret und zumindest in Teilen auch geplant.

Anfangen kann man mit etwas völlig banal klingendem – dem Wort „Trail“. Die Erschließung, Eroberung und Besiedlung des Westens ist untrennbar mit bestimmten Wegen verbunden, die tief im kollektiven Gedächtnis der USA verankert sind: Santa Fé Trail, Lewis & Clark Trail, Oregon Trail. Alleine durch die Bezeichnung „Trail“ – es heißt eben nicht Pacific Crest oder Appalachian Pathway – ruft man bestimmte historische Prozesse ins Gedächtnis und macht diese dann konkret erleb- und erfahrbar, weil die Siedler auf dem Oregon Trail auch nicht viel schneller und mit anderen Mitteln unterwegs waren als der heutige Wanderer – by putting one foot in front of the other.

Ein weiteres Charakteristikum des amerikanischen Westens ist beinahe ebenso banal und nichtsdestotrotz für einen Weg wie den PCT und die Erfahrung sich auf diesem zu bewegen zentral – die Weite des Landes und die sich verändernde Wahrnehmung von Distanzen in diesem Land. Auch hier lohnt ein Zitat, der Dichter Charles Olson hat die Bedeutung des Raumes und dessen Größe einmal exzellent eingefangen: „I take SPACE to be the central fact to man born in America, from Folsom Cave to now. I spell it large because it comes large here. Large and without mercy.“

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Diese Weite ist eine der Basiserfahrungen, die man auf dem PCT sehr schnell und unmittelbar macht. Der Trail hangelt sich meist gut sichtbar unendlich weit an den Bergketten entlang, die Aussichten scheinen ins Endlose zu gehen – Horror vacui.

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Innerhalb dieser Raumerfahrung verliert man das Gefühl für Distanzen, 20 Meilen kommen einem auf einmal unglaublich nah vor, auch dies untrennbar mit den mentalen Landkarten der Frontier verknüpft, die sich über Tausende Kilometer scheinbar ins Nichts erstreckte – und ein Grund warum Amerikaner ganz grundsätzlich eine andere Entfernungswahrnehmung haben: „it´s only a 12 hour drive, of course I´ll take you“. Damit evoziert ein Weg wie der PCT – zunächst unbewußt – zentrale Bestandteile des Frontiermythos. Die Planer der amerikanischen Trails und insbesondere des PCT, schafften aber auch auf zwei sehr viel konkreteren Ebenen eine Verknüpfung zu einem der zentralen Gründungsnarrative der USA herzustellen. Um diese wird es im zweiten Teil dieses Beitrages gehen – so stay tuned😉

Gear Review – Cumulus Quilt 450

Noch eine Ausrüstungsbesprechung zu einem meiner Lieblingsstücke – mein Quilt.

Was gefällt:

  • Wir hatten in den Cascades einige Nächte rund um den Gefrierpunkt, während es in Südoregon auch nachts noch über 20 Grad warm war – ich habe weder gefroren noch war es mir zu warm. Ich bin mir auch sehr sicher, dass der Quilt 450 noch tiefere Temperaturen gut meistern würde. Das hängt natürlich auch mit dem grundsätzlichen Vorteil eines Quilts zusammen, sowohl als klassischer Schlafsack als auch als Decke benutzt werden zu können. Deshalb würde ich auch immer wieder zu einem Quilt, statt zu einem Schlafsack greifen, hat im Prinzip nur Vorteile.
  • Das Packmass ist exzellent, ich habe auf dem Trail keinen Schlafsack/Quilt gesehen, der kleiner verpackt war, hier gab es einige Mitwanderer, die recht neidisch geschaut haben. Auch das Gewicht ist mit knapp 700g sehr gut, wobei hier die Quilts von Enlightened Equipment teils noch etwas besser dastehen.
  • Preis-Leistung ist bei Cumulus ganz grundsätzlich sehr gut. Man wird kaum billigere Varianten in diesem Qualitätsbereich finden.

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Was nur OK ist:

  • Die Schnüre, die den Quilt „dicht“machen, können ein gewisses Gefiddel mit sich bringen, bis man „eingestiegen“ ist, hier wären evt. Knöpfe zum Verschluß die bessere Wahl. Das ist aber einfach eine gewisse Übungssache und hat mich nicht dauerhaft gestört.
  • Die Verarbeitung der Nähte könnte auf den ersten Blick etwas stabiler sein, es gibt aber bislang kaum Daunenverlust oder gar Risse, aufgegangene Nähte, etc.

Was nicht gefällt:

  • Fällt mir nichts ein.

Fazit: Der Quilt 450 war für mich ein rundum gelungener 3-Jahreszeiten-Quilt, der auch beim nächsten Versuch dabei sein wird.

Von Kiffern & Knarren – Ambivalenzen

Will Steven irgendwo hinfahren, dann muss er zunächst einmal in den Promillekasten pusten, der in seinem Auto angebracht wurde, nachdem eine Alkoholfahrt von der Washington State Police unsanft beendet wurde. Damit das nicht jemand anderes an seiner statt machen kann, ist zusätzlich noch eine kleine Kamera an der Windschutzscheibe installiert, die mit dem schönen Pustegerät verbunden ist (sonst gibt es das auch noch in Florida). Erst dann wird dem zweifachen Familienvater und passionierten Mountainbiker per Elektronik erlaubt, sein Fahrzeug zu starten. Er lacht angesichts meines völlig ungläubigen Gesichtsausdrucks und zündet sich erstmal eine Tüte an. Denn das wiederum ist in Washington (und auch in Oregon, Alaska und Colorado) völlig legal, in 24 weiteren Staaten ist zumindest die medizinische Nutzung erlaubt. Deshalb läuft, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, auch so gut wie niemand ohne einen gewissen Gras-Vorrat dabeizuhaben, auf dem PCT herum. Auch Hatch hat keinen Wandertag begonnen, ohne sich nicht einen ziemlich überdimensionierten Joint genehmigt zu haben, umso überraschter war ich, als er mir einmal am Campfeuer berichtete, dass er auch einen Revolver im Rucksack habe – Ultralight mal ganz anders. Wozu konnte er mir auch nicht so ganz genau begründen, aber grundsätzlich schien das Tragen einer Waffe für ihn das Normalste auf der Welt zu sein, auch zu Hause in Oregon hat er das Ding immer im Handschuhfach. Offen dürfte er das Teil dort nämlich nicht tragen, in Washington wiederum könnte er das Ganze theoretisch auch am Gürtel hängen haben, in Kalifornien ginge das nur in einigen ländlichen Counties, die Open-Carry Laws haben, in urbanen Gegenden gelten Concealed Carry Laws…Alles klar? Hier kann man erstens sehr schön die für Europäer oft nur schwer verständlichen Ambivalenzen, die den USA inhärent sind, sehen und zweitens die Besonderheiten des so stark ausgeprägten amerikanischen Föderalsystems bewundern. In Oregon darf man überall – also auch auf Freeways – trampen, in Washington nicht. Schulsystem – wird kommunal organisiert. Polizeibehörden sind ein undurchschaubares Geflecht, vom Sheriff auf kommunaler Ebene, der gewählt wird, städtischer Polizei in urbanen Gebieten, County Police und der jeweiligen Staatspolizei, ist alles – inklusive unterschiedlicher Zuständigkeiten – dabei. Wahlsysteme sind von Staat zu Staat verschieden und so etwas eher Beiläufiges wie die Todesstrafe gibt es in 31 Staaten, nicht überall wird sie aber noch vollstreckt, in 19 nicht mehr. Die Dezentralität vieler Gesetze und Bestimmungen ist viel größer als in den meisten europäischen Ländern und das ist auch einer der Gründe warum die USA nur schwer mit einem „klassischen“ Nationalstaat kontinentaleuropäischer Prägung zu vergleichen sind.

Der Greyhound in dem ich sitze, will in Bakersfield, Kalifornien nicht mehr weiterfahren, keiner weiß so genau was los ist, aber erst einmal sind wir gestrandet. Das sollte einige Stunden – genau genommen 5 – so bleiben. Die kleine Reisegruppe, die sich nun am Busbahnhof zusammengefunden hatte und vor der Herausforderung stand, sich bei 40 Grad im Schatten irgendwie die Zeit zu vertreiben, war eine recht bunte Mischung. Linda, Hanfplantagenmitarbeiterin aus Oregon, Peyton, afro-amerikanischer Musiker aus Sacramento, der mit seinen muskelbepackten, volltätowierten Oberarmen, tatsächlich aussieht wie aus einem Gangsta-Rap-Video entsprungen und mit kaum verhohlenem Stolz von seinen ganzen Quickies auf Greyhound-Toiletten berichtet. Schließlich noch Alex, der auf dem Weg nach Las Vegas ist, um bisschen zu Zocken und in Läden zu gehen „where the girls have very low morals“ (über die ebenfalls ziemlich fremde, weil genderunabhängig sehr offensiv betriebene Rolle, die Sexualität spielt, könnte man auch ein Buch schreiben), ansonsten aber Teilhaber einer alternativen Hotelanlage auf irgendeiner kambodschanischen Insel ist. Die Joints kreisen natürlich direkt zwischen den Dreien, mit dem kleinen Malus, dass das eigentlich in Kalifornien verboten ist. Interessieren tut das aber offenbar keinen, alle klären mich auf, dass „rules only for shitheads“ gälten. Diese Attitüde ist mir auch darüberhinaus vor allem im regelverrückten Kalifornien immer wieder aufgefallen. Alkohol am Steuer – Scheiß drauf, Kiffen in der Öffentlichkeit – klar doch, Geschwindigkeitsübertretung – Fuck the Highway Patrol. Hier fiel mir eine gewisse Risikobereitschaft und eine spezifisch amerikanische – ich komme gleich noch darauf zurück – Ablehnung von Autoritäten auf, die mir doch immer wieder Respekt abnötigte.

Diese Skepsis oder offene Ablehnung staatlicher Autorität gegenüber, bemerkte ich auch bei Jason, bei dem ich einen wunderbaren Samstag verbringen durfte. Jason besitzt eine Oldtimer-Werkstatt und, da das offensichtlich ganz gut läuft, auch ein atemberaubendes Haus in einer gated community – an dem Security Guard vorbeikommen tut man da nur, wenn man dort wohnt oder ein angemeldeter Besucher ist – direkt am Pazifik, in das er an Wochenenden gerne Freunde zum Biertrinken, Rib-Eye-Steaks essen und – natürlich – Kiffen, einlädt. Nun ist es in Kalifornien verboten, Alkohol sichtbar in der Öffentlichkeit zu konsumieren. Man bekommt Bier deshalb immer nur in schicken Papiertüten, um den alkoholischen Inhalt ordentlich zu verstecken. Jason, der mich zunächst freundlich auf die Trinkverpflichtung in seinem Hause hinwies – „If I catch you with an empty beer around here, you´ll be in big trouble, man“ – und mich dann einlud mit einer solchen gefüllten Bierflasche zum Meer zu spazieren, schien diese Gesetzeslage ziemlich kalt zu lassen. Als ich wissen wollte, ob das denn außerhalb seines Hauses nicht verboten sei, erwiderte er Folgendes: „Part of this beach is fucking private property, no goddamn cop knows how far it extends, and if one of those motherfuckers shows up, I´ll blast him right in that ocean.“ Hier kommt eine anti-etatistische Haltung zum Vorschein, die Europäern oftmals völlig fremd ist, weil man hier in weiten Teilen den Staat doch als eine positiv besetzte Entität begreift – zumindest das staatliche Gewaltmonopol wird kaum je ernsthaft in Frage gestellt. Das ist und war in den USA schlicht niemals, oder wenn dann immer mit einer gehörigen Portion Skepsis verbunden, der Fall und ist für mich der möglicherweise größte Unterschied zwischen Kontinentaleuropa und den USA. Bezogen auf das Gewaltmonopol macht man es sich auch zu einfach, wenn man das nur auf die – zweifellos auch Wirkung habende – dummdreiste Propaganda der National Rifle Association zurückführt. Eine Grundidee der Gründung der USA war ja gerade das Experiment, den Bürgern die, notfalls auch bewaffnete, Möglichkeit zu geben, sich gegen den eigenen Staat zur Wehr zu setzen (das eine derartige Literalauslegung der Verfassung heute nicht mehr wirklich zeitgemäß ist, wäre eine andere Diskussion), zudem bestanden die USA in wichtigen Phasen ihrer Geschichte aus so genannten „staatsfernen Gewalträumen“ (Jörg Baberowski) und diese Erfahrung ist nach wie vor von einer hohen Prägekraft (ich komme darauf in einem anderen Beitrag noch einmal zurück).

Und auch wenn ich viele hier beschriebene Dinge ablehne, so sollte man doch mit einer vorschnellen Verurteilung meiner Ansicht nach zurückhaltend sein, denn gerade in Deutschland könnte man sich erinnern, dass Staat nicht zwangsläufig nur Gutes bewirkt.

Trampen, Bernie & Trump – Beobachtungen aus einem zerrissenen Land

Trampen gehört zu den Grunderfahrungen einer jeden PCT-Wanderung. Das galt für mich, der ich dank meiner ganzen Missgeschicke deutlich öfter als geplant irgendwo hinkommen musste, umso mehr. Grundsätzlich kann man festhalten, dass Trampen sehr sehr einfach ist, ich habe selten länger als 10 Minuten gewartet. Dies ist deshalb eines der Dinge, an denen man die unglaubliche Hilfsbereitschaft und Offenheit vieler Menschen dort, am Besten festmachen kann. Wenn man sich dann noch auf die Leute einlässt, mit ihnen ins Gespräch kommt, kann man faszinierende Einblicke in die derzeitige Verfasstheit der USA gewinnen. Es gab kaum eine Mitfahrgelegenheit, bei der man nicht früher oder später, über den üblichen Small Talk hinaus, auf die Wahl, Politik im Allgemeinen oder die Probleme des Landes zu sprechen kam. Aus diesen Begegnungen habe ich versucht ein kleines Panorama der derzeitigen Stimmungslage herauszudestillieren – die betreffenden Namen habe ich übrigens abgeändert, die Leute und Gespräche gab es aber alle genau so.

Tina, Krankenschwester mittleren Alters aus dem Großraum Seattle, ist wütend. Ihr großer Hoffnungsträger, das Versprechen auf grundsätzliche Veränderungen, hat es nicht geschafft. Bernie Sanders wurde ihrer Meinung nach von der Parteimaschine der Demokraten und dem großen Geld des Clinton-Clans zerstört und damit dem Land die Chance geraubt, die Gesellschaft ganz generell umzukrempeln. Denn das täte not, dringend, meint Tina. Das so genannte Establishment (im übrigen ein Wort, das hier noch des öfteren vorkommen wird) sei schon seit langer Zeit dem wirklichen Leben der Amerikaner völlig entrückt, nur Bernie Sanders, der hätte das alles ändern können. Nun habe man nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera, Trump ein Faschist vs. Clinton die idealtypische Manifestation des „Establishment“, eine notorische Lügnerin noch dazu. Ich frage nach, für was sie sich entscheiden wird. Lange habe sie nach der fundamentalen Enttäuschung über das Scheitern von Bernie – es klingt immer als redete man über einen guten Bekannten, wenn Sanders-Anhänger mit leuchtenden Augen von ihrem Idol sprechen – erst gar nicht zur Wahl zu gehen. Mittlerweile möchte sie dann aber doch Trump verhindern, eine Vernunftdemokratin wider willen sozusagen. Die gibt es auch bei einigen Konservativen, Vernunftrepublikaner, die gezwungenermassen zu Vernunftdemokraten oder – häufiger – Nichtwählern werden, weil „Trump a fucking idiot“ sei. Hoffnung auf Besserung hat Tina aber keine, die sei mit Clinton nicht zu erreichen.

Auch Brad, Mitarbeiter in einem Outdoor-Laden, hat einen Helden: sein Name ist Ronald Reagan. Unter Reagan, erzählt er mir Pot rauchend in seinem Chevy Pick-Up, der schon bessere Tage gesehen hat, da sei das Land noch in Ordnung gewesen. Es habe Werte gegeben, auf die man sich verständigen konnte, Anständigkeit. Und vor allem habe die Regierung in Washington nicht für jeden Scheißdreck das Geld zum Fenster rausgeworfen, vor allem nicht für Sozialleistungen. Mein dezenter Hinweis, dass die Staatsausgaben unter Reagan komplett durch die Decke gingen, ficht ihn nicht an. Es war nicht das einzige Mal, dass der Name Reagan in einem ikonographisch verklärten Licht auftauchte, wenn ich mit bekennenden Konservativen gesprochen habe. Und mir scheint, dass das mindestens genausoviel mit der Person als mit der Zeit der Präsidentschaft zu tun hat. Auch wenn viele Gewissheiten der klassischen Industriegesellschaft bereits in den 1970er Jahren zu bröckeln anfingen, so war der Ost-West-Konflikt für die amerikanische Gesellschaft doch von herausragender Bedeutung. Der von Liberalen wie Konservativen geteilte Anti-Kommunismus war der zentrale ideologische Kitt, der diese Gesellschaft trotz aller Unterschiede zusammenhielt, fiel dieser weg, brachen ab den 90er Jahren auch die ganzen fundamentalen ideologischen Differenzen auf und konnten bis heute nicht wieder überwunden werden. Brad wird Trump wählen, auch und gerade weil dieser, wie Reagan, als Außenseiter in die Politik kam. Das Reagan in den 60er Jahren bereits Gouverneur von Kalifornien war, bevor er 1980 Präsident wurde, irritiert Brad nur kurz. Es geht ums Prinzip und das heißt auch hier: grundsätzliche Veränderung, alles muss raus. Zumindest hier wären sich Tina und Brad einig. Als wir am Ziel ankommen nimmt ihm eine afro-amerikanische Autofahrerin den letzten Parkplatz vor der Nase weg – tatsächlich war das nicht besonders nett in dem Moment. „That´s because she feels entitled, Google, you need to know: black lives matter. White, Asian or Hispanic ones obviously don´t as much.“ Sein Lachen wirkt eher bitter, nichtsdestotrotz ist das Rassismusthema natürlich auch ein Großes und sehr Heikles.

Eines das auch Stewart, College-Professor an der Southern Oregon University, momentan umtreibt. Er organisiert dort gerade einen Workshop über die Rassismusproblematik in Ashland. Ich frage etwas verwundert nach, wie groß denn das Rassismusproblem in Ashland sei, ich hätte während meines Aufenthalts nicht einen einzigen Afro-Amerikaner gesehen. Er lacht ein helles, fröhliches Lachen und schüttelt seinen graumelierten Lockenkopf. Nein, nein, die gäbe es auch nicht, es ginge um Prävention, die Entstehung von Rassismus in den Köpfen müsse verhindert werden. Wie er denn zu der black-lives-matter-Bewegung stehe, will ich wissen. Sehr positiv findet er das Ganze. Das dahinter aber auch ein spezifisches Problem des afro-amerikanischen Protestes gegen den, selbstverständlich in vielen Bereichen omnipräsenten, Rassismus steckt, leuchtet ihm nicht so recht ein. Ich rede hier davon, dass Afro-Amerikaner seit den späten 1960er Jahren dazu neigen, in eine Art von Opferkonkurrenz mit anderen Minderheiten, wie Hispanics oder Native Americans, zu treten. So nach dem Motto: unsere Unterdrückung war schon immer die Schlimmste, unsere Ausgrenzung ist viel stärker. Diese Selbst-Viktimisierung ist einerseits angesichts einer jahrhundertelangen Geschichte von Versklavung, Gewalterfahrung und Entrechtung nachvollziehbar, ich wage aber zu bezweifeln, dass das für die Akzeptanz des Ganzen in der Mehrheitsgesellschaft sehr hilfreich ist, im Gegenteil. Selbstverständlich ist auch Stewart ein glühender Anhänger von Bernie Sanders, er hasst Hillary Clinton und hält Barack Obama für einen katastrophalen Präsidenten – Drohnenkrieg, Guantanamo, etc.pp. (die Einschätzung Obamas ist im übrigen auch auf beiden Seiten des politischen Spektrums frappierend ähnlich, natürlich aus diametral entgegengesetzten Gründen). Er wird die grüne Kandidatin Jill Stein wählen. Das System müsse kollabieren, damit sich etwas ändert. Meinen Einwand, dass man derlei Gerede vor ungefähr 70-80 Jahren auch in vielen europäischen Ländern hören konnte, mit bekannten Folgen, macht ihn zumindest nachdenklich, bevor er mich am Trailhead rauslässt, noch einmal sein helles Lachen lacht und sagt: We´ll see, I´ll think about it, have a great hike!“

Änderungen hätte auch Ashley gerne und sie ist sich auch sicher, dass die kommen, für sie ganz persönlich. Sie ist schätzungsweise Ende 20, alleinerziehende Mutter einer 10jährigen Tochter und gerade auf dem Weg zur Arbeit in einer Bar. Sie hat aber definitiv noch genügend Zeit mich in die Stadt zu fahren – „hop in, bro“ und außerdem und überhaupt, ihr neuer Job sei viel besser als der Alte, der war nämlich in einem Strip Club, trotzdem sucht sie noch was Anderes, es reicht einfach nicht aus, Schulgeld, College Funds, Krankenversicherung. Sie will wissen was ich mache und ist völlig begeistert – „this is fucking awesome, man“ – vom PCT und allem drumherum. Von Obama ist sie enttäuscht, er habe die Gesellschaft gespalten und hier werde ich den Eindruck nicht los, dass da was dran ist. Dieses Projekt, die gesellschaftlichen Gräben zuzuschütten, mit dem Barack Obama 2008 antrat, ist grandios gescheitert und er hat dazu mit umstrittenen Entscheidungen wie u.a auch der Gesundheitsreform und deren Durch- und Umsetzung (auch wenn Europäer das schwer verstehen können) selbst beigetragen. Und hier ist es leider auch egal, wer im November die Wahl gewinnt. Die Zerrissenheit in diesem Land wird stärker sein, als jemals seit dem Bürgerkrieg 1861-65, weil sich hier zwei komplett gegensätzliche Vorstellungen darüber, was die USA sein sollten, gegenüberstehen. Das unterscheidet die derzeitige Wut in Teilen von früheren anti-elitären Reflexen, die im Prinzip in den USA – People´s Party der 1890er, Huey Long in den 30er Jahren, Goldwaterites in den 6oern, wären hier Stichworte – nichts Neues sind.

Aber Politik habe ohnehin noch nie irgendwelche Probleme gelöst, meint Ashley fröhlich, dass müsse man schon selber machen, wen sie wählen wird, weiß sie noch nicht.

Ob sie denn zuversichtlich sei, was ihre eigene Zukunft angeht, frage ich sie. Natürlich, sie werde irgendetwas Zusätzliches finden, ganz sicher, dreht Long Train Runnin´ von den Doobie Brothers noch ein wenig lauter und strahlt mich mit einem umwerfenden Colgate-Lächeln an: „Google, life´s nothing to worry about, come on, there´s a bar over there, I´ll buy you a drink“. Da ist er wieder, der unerschütterliche Optimismus den Amerikaner haben können, es gibt ihn noch, Ashley hat mich daran erinnert.

 

 

(Un)-Hygienisches

Das wird einer meiner Lieblingsbeiträge, ganz sicher, mal ein kurzer Eindruck von der tatsächlichen Hygiene auf dem PCT. Wie hat das toilettenlos funktioniert, wie fühlt es sich an zu stinken wie die Pest, juhuuu?

  • Aufs Klo gehen: ähnlich wie beim Finden von Zeltstellen, entwickelt man recht schnell ein Gespür für geeignete Stellen ein Cathole mit seiner Poop Shovel (die man der Einfachheit halber mit einem Karabiner außen am Rucksack befestigt) zu graben. Das geht nämlich nicht überall gleich einfach. Think soft ground in the woods…Ansonsten gewöhnt man sich rasch daran, keine echte Toilette zur Verfügung zu haben, selbst ein bekennender Auf-dem-Klo-Leser wie ich, hatte damit kein Problem. Hand Sanitizer, Klopapier und Feuchttücher rundeten meine Toilettenausrüstung ab, ich hatte also keine Creme gegen Wundreiben dabei und habe sie auch nicht benötigt.
  • Aufs Klo gehen II: folgende Situation. Man befindet sich in der Stadt aber nicht im Hotel, sondern campt. Man war viel zu viel Bier trinken. Man liegt im Zelt und es schüttet aus Kübeln (das Ganze kann einem aber auch bei entsprechend hohem Wasserkonsum auf dem Trail passieren). Man muss extrem dringend. Es hört aber nicht auf zu regnen, goddammit, wenn man jetzt versucht aus dem Zelt zu kriechen, werde nicht nur ich, sondern auch mein Rucksack und meine Schuhe nass. Was tun? Man nehme eine kleine Gatorade-Flasche und habe diese griffbereit (Copyright by Fish on that one). Den Rest überlass ich jetzt mal der Vorstellungskraft des geneigten Lesers. Das geht aber nur für Männer? Oh nein:

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  • Körperhygiene & Wäsche waschen: Man stinkt. Punkt. Nothing to do about it. Und es ist einem völlig egal – gut bei einem Hotelaufenthalt in einem mit Hatch und Meathead geteilten Zimmer, dachte ich nach dem Ausziehen unserer Schuhe schon darüber nach, ob das jetzt schon unter biologische Waffen fällt, aber gut. Das einzige schlechte Gewissen hatte ich immer beim Trampen, wenn man in einen nagelneuen Pick-Up-Truck einsteigt und denkt Oh Gott, die arme Sau. Den Leuten schien das aber tatsächlich niemals etwas auszumachen. Wäsche waschen klappt im Prinzip sehr gut, es empfiehlt sich aber tatsächlich Waschmittelkapseln in die Versorgungsboxen zu tun, denn nicht überall kann man die käuflich erwerben.
  • Wasseraufbereitung: Geständnis – der Großteil unserer Gruppe hat sein Wasser in Washington sehr selten gefiltert. Das Zeug kam oft direkt aus dem Berg, vermutlich sauberer als in manch Hotel. Ausnahmen wurden nur bei stehenden Gewässern oder bei Wasserstellen in der unmittelbaren Nähe von Campsites gemacht. In Südoregon hab ich dann gefiltert, der Sawyer Squeeze funktioniert exzellent (weit besser als der Mini, dessen Flow Rate einfach extrem langsam ist), insbesondere in Verbindung mit Smart Water Bottles. Ich hatte keine chemischen Reiniger wie Aquamira dabei und ich glaube man benötigt sie, wenn überhaupt, auch wirklich nur in ehemaligen Brandregionen, in denen mit chemischen Brandlöschern herumgesprüht wurde. Für selbige kann man sich dann immer noch ein paar Tabletten hinzutun, nicht aber für die Gesamtstrecke.

It´s the weight stupid – Ausrüstungs-Roundup II

Es ist seltsam, dass ich hierzu einen Beitrag schreibe, aber es hat tatsächlich Gründe. Ich fand es erstaunlich, dass ich doch einige Wanderer getroffen habe, die anfangs mit viel zu schwerem Base Weight unterwegs waren und diesen Umstand teilweise auf die harte Tour lernen mussten (Wer nicht hören will und so…, dass die betreffenden Mitwanderer alle weiblichen Geschlechts waren, ne ich mach hier jetzt keine Genderschublade auf ;)). Hier war drei Mal ein so genannter Shakedown des Rucksacks nötig (und eine Mitstreiterin ersetzte dann doch ihren zu schweren Deuter-Rucksack und ihren Schlafsack wegen des zu hohen Gewichts, 400 Dollar Zusatzausgaben – es lohnt sich also definitiv seine Ausrüstung GRÜNDLICH zu recherchieren, wenn es um das jeweilige Gewicht geht), bei denen ich tatsächlich bis zu einer gewissen Grenze eine außerordentliche Strenge an den Tag gelegt habe:  „Don’t open that. It’s a girlie item that is needed.“

Hier will ich Euch zusammenfassend meine Zufriedenheit mit den „kleineren“ Teilen der Ausrüstung vorstellen, denen ich keine separate Besprechung gewidmet habe und inwiefern ich Dinge daran ändern würde (ich werde das entsprechend in der Liste abändern), insbesondere, wenn es um die unbedingte Notwendigkeit und das jeweilige Gewicht geht (denn eines stimmt, auch wenn das schwer vorstellbar ist: JEDES GRAMM ZÄHLT).

  1. Kleidung: würde ich alles wieder fast genauso machen. Die Wanderkleidung von Decathlon hat sich absolut bewährt, keinerlei Probleme. Insbesondere die Windjacke gehörte zu meinen Lieblingssachen in puncto Kleidung. Einzige Änderungen: ich hatte Stadtklamotten dabei – Running-Shorts und T-Shirt und diesen Gewichtsluxus würde ich mir auch wieder gönnen (zumal man in den Shorts auch wandern kann, wenns heiß ist). Zudem kam ein drittes Paar Merino-Socken dazu, die unter allen Umständen trocken bleiben. Also 2 Paar Wandersocken von Darn-Tough, plus ein Notfallpaar für nachts.
  2. Es hat nichts mit dessen Funktionsfähigkeit und ohne Zweifel sehr guten Qualität zu tun, aber ich würde mir das Gewicht für den Schirm sparen. Ich habe ihn bei leichtem Regen ein paar Mal benutzt, aber ich fand lange Strecken mit dem Schirm doch recht nervig. Auch bei über 35 Grad in Südoregon, habe ich ihn nicht benutzt und ihn nur für Pausen in schattenlosem Gebiet mitzunehmen, rechtfertigt die 370 Gramm meiner Meinung nach nicht. Wenn überhaupt, dann würde ich doch versuchen Jemanden zu finden, der einem das Ganze nach Südkalifornien schickt. Ich tendiere aber dazu, den Schirm das nächste Mal daheim zu lassen.
  3. Elekronik: Bleibt alles gleich. Lasst einen E-Book-Reader daheim, ich hatte ein paar Bücher auf dem Smartphone, gelesene Seiten: Null. Man ist zu müde. Ich würde aus Gewichtsgründen, auch keine Kamera mitnehmen, aber wenn Fotografie einen großen Teil der Wanderung darstellt (war es für ein paar) gilt hier natürlich: HYOH.
  4. Hygiene, erste Hilfe und Wasser: Im Prinzip reicht für erste Hilfe Ibuprofen, Durchfalltabletten und jede Menge Duct Tape, das man sich in ausreichender Menge um seine Trekkingstöcke wickelt. Die meisten Wanderer benutzen Duct Tape auch zum Abkleben wunder Stellen an den Füßen. Ich würde hier immer noch ausreichend Moleskin Second Skin mitnehmen, das Zeug ist super. Ansonsten bleibt hier alles gleich, ich hatte für die Wasseraufbereitung nur den Sawyer dabei, das reicht völlig (ich schreib zur Hygiene und Wasseraufbereitung auch noch was Gesondertes).
  5. Sonstiges: No-Cook heißt auch ohne Kochtopf, man kann ohne Probleme direkt aus den Zip-Loc-Beuteln und/oder einem leeren Erdnussbutter-Gefäß essen. Hinzu kam hier Paracord (ca. 2,5 Meter), falls man doch einmal sein Essen aufhängen will. Auch als improvisierte Wäscheleine ist das nützlich. Kugelschreiber samt paar Blatt Papier sind nützlich, um Botschaften auf dem Trail zu hinterlassen und ein Filzstift ist sinnvoll fürs Tramp-Plakate malen.