PCT – Formalia

Manche Leute würden sagen, dass alles was man für einen Thru-Hike des PCT benötigt, ein ausgesprochen starker Wille und Durchhaltevermögen ist. Naja, adäquate, einigermassen leichte Ausrüstung kann vermutlich auch nicht schaden. Es gehören aber auch ein paar formale Dinge dazu, die man braucht, wenn man den PCT erwandern möchte. Hier möchte ich Euch einen kurzen Überblick, über die verpflichtenden und meiner Ansicht nach dringend geratenen Dinge geben, die man vor dem Start braucht.

  1. Visum: Da man für den PCT länger als die drei Monate braucht, die das ESTA-Verfahren abdeckt, benötigt man ein so genanntes B2-Visum (=Touristenvisum). Das muss man bei einem der US-Konsulate in Deutschland beantragen, die Gebühr hierfür beträgt 160 $, ist im Voraus zu entrichten und wird bei Ablehnung nicht zurückerstattet. Zudem muss man zu einem Interview in das betreffende Konsulat, in dem man nach den Gründen für die Reise, der finanziellen Situation u.ä. befragt wird. Hier geht es immer darum, dem Beamten klarzumachen, dass man nicht beabsichtigt dauerhaft in die USA einreisen zu wollen.
  2. PCT-Long Distance Permit: wenn man mehr als 500 Meilen auf dem PCT wandern möchte, braucht man eine Erlaubnis. Diese kann man auf der Homepage der Pacific Crest Trail Association (PCTA) beantragen und ausdrucken: http://www.pcta.org/discover-the-trail/permits/ Das Teil muss man bei sich führen, es deckt neuerdings auch die Erlaubnis zur Besteigung des Mount Whitney ab, nicht aber die Nutzung des Whitney Portal für einen Resupply (macht aber ohnehin kaum jemand).
  3. California Fire Permit: Ist hier http://www.preventwildfireca.org/Campfire-Permit/ zu erhalten und ebenfalls dabeizuhaben.
  4. Wenn man im North Cascades National Park übernachten möchte, braucht man dafür nochmal eine gesonderte Erlaubnis, die man nur vor Ort erhält (Infos dazu hier http://www.nps.gov/noca/planyourvisit/permits.htm). Es empfiehlt sich, ob des Zusatzaufwandes daher, die 17 Meilen, die der PCT durch den Park verläuft in einem Stück hinter sich zu bringen.
  5. Bärenkanister: Zwischen dem Sonora Pass im Norden der Sierra Nevada und Kennedy Meadows an deren südlichem Ende, ist es Vorschrift einen Bärenkanister zu tragen, in dem man sein Essen verstaut. Das beliebteste Modell ist das hier http://www.rei.com/product/768902/bearvault-bv500-food-container. Das sollte man sich in den USA kaufen (man kann, wenn man Glück hat, auch welche in Hiker Boxen finden) und sich dann rechtzeitig nach Kennedy Meadows North am Sonora Pass zu schicken.

 

Das sind die Dinge, die man verpflichtend benötigt. Dringend ans Herz zu legen, wäre noch der Abschluß einer Auslandskrankenversicherung, die Medikamente und bestenfalls auch etwaige Transportkosten abdeckt. Das Gesundheitswesen in den USA ist extrem teuer und bei so einer Unternehmung kann immer mal was passieren, das würde ich also in jedem Fall noch machen. Mehr braucht man aber tatsächlich nicht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s