PCT-Navigation

Wie kann man am Besten verhindern, dass man auf einmal irgendwo in den Regenwäldern des pazifischen Nordwestens ziellos umherirrt, oder sich in der Mojave-Wüste auf der Suche nach der Wasserstelle, statt weiter zur mexikanischen Grenze zu wandern, nach Arizona aufmacht?

Generell gilt der PCT als ziemlich gut beschilderter und markierter Wanderweg.

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Das gilt aber, wie bereits erwähnt, für NoBos weit eher als für SoBos. Insbesondere wenn die Schneebedingungen in den Cascades schwierig sind, kann die Navigation auf dem PCT eine echte Herausforderung darstellen. Hier werde ich Euch nun mein Orientierungs-Setup vorstellen, das sowohl aus gedrucktem als auch aus digitalem Material besteht.

  1. werde ich die PCT-Karten von Halfmile mitnehmen (https://www.pctmap.net/maps/). Diese Karten sind in insgesamt 30 Abschnitte unterteilt, die man sich kostenlos selbst ausdrucken kann (vorausgesetzt man hat einen Drucker der gut genug ist), oder ausdrucken lassen kann. Es gibt auch einen Ausdruckservice hier: http://www.yogisbooks.com/pacific-crest-trail/halfmile-map-set-printing-services-1 . Ich werde mir genau diesen Luxus gönnen und mir das Ganze an meine Air-BnB Adresse in Seattle schicken lassen. Man nimmt natürlich immer nur die Karte für einen bestimmten Abschnitt mit und schickt sich den Rest mit Versorgungsboxen dann selbst zu.
  2. Als Ergänzung hierzu gibt es die Halfmile PCT-App (https://play.google.com/store/apps/details?id=net.tadteam.halfmilepct). Diese ist ebenfalls kostenlos und funktioniert ohne Internetempfang, das Smartphone muss nur GPS-fähig sein. Mit dieser App kann man feststellen, ob man sich überhaupt noch auf dem PCT befindet – und wenn glücklicherweise ja, wo genau – wie weit es bis zur nächsten Campstelle noch ist, wie weit bis zur nächsten Resupply-Möglichkeit und damit zum nächsten Bier.
  3. werde ich auch noch die Guthook´s PCT Guide-App auf das Smartphone tun https://play.google.com/store/apps/details?id=com.highsierraattitude.pctcomplete). Diese App beschreibt und kartographiert über 3500 wichtige Punkte wie Weggabelungen, Wasserquellen, Campingstellen, Internetmöglichkeiten, etc. Einziger Nachteil ist, dass man die Karten nach der Installation zuerst downloaden muss, um sie auch offline zu nutzen. Die App kostet 25 $, scheint mir aber das Geld wert zu sein.

Ich werde dann vor Ort noch die genauen Schneebedingungen in Washington abwarten und spontan entscheiden, ob es geraten erscheint, noch ein „richtiges“ GPS, die doch deutlich präziser sind als das GPS in einem Handy, und einen Kompass mitzunehmen. Warum das nötig sein kann, kann man auf den Fotos hier https://just2hikers.wordpress.com/2014/07/13/escape-from-shangri-la-5/ sehr schön sehen, ich werde hoffentlich andere Bedingungen vorfinden, come on El Nino :mrgreen:.

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2 Gedanken zu “PCT-Navigation

  1. Hello Marko! I translated your page into English for reading. Great blog! I am also leaving Southbound solo in June. Because so few people travel south, maybe we can exchange information on equipment or weather leading up to June. I think its important to have other people to compare with!

    Do you have much experience on ice and snow? I have an axe and crampons, but I’m worried about conditions this year!

    Nick Parada
    nicolas.a.parada@gmail.com

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