Essen auf dem PCT – Teil I

Eine der Nachfragen, die mich auch immer mal wieder erreicht hat, seit ich das Ganze angefangen habe zu planen, betrifft die Nahrungsaufnahme auf dem Trail. Ich werde dazu zwei gesonderte Beiträge schreiben, der Erste zum Thema der Essenszubereitung und der Zweite zur Frage mit welchem Zeug man zum Geier 6000 Kalorien täglich in sich reingeschaufelt bekommt.

Also. Eine der Fundamentalfragen des Trails, der sich jeder zukünftige Thru-Hiker stellen muss, ist die Kocherfrage. Mit oder ohne? Ich werde hier einige gängig genannte Vor-und Nachteile beider Varianten vorstellen und auch begründen warum ich mich für die no-cook-Version (vorerst zumindest) entschieden habe.

Was spricht für den Kocher?

  • Der morgendliche Kaffee, heiße Schokolade, abendliches Mac-and-Cheese, kurzum, wenn man nicht oder nur sehr ungern auf die (warme) Koffeindosis nach dem Aufstehen oder eine wärmende Mahlzeit am Abend verzichtet, dann ist ein Kocher natürlich sinnvoll.
  • Man hat mehr Auswahl, wenn es um das Essen geht, es besteht eine geringere Gefahr des Ich-kann´s-nicht-mehr-sehen.
  • Wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist, kann das gemeinsame Kocheranschmeißen und drumrumsitzen ein nettes Abendritual sein (besonders in den Regionen, in denen offenes Feuer verboten ist).

Welche guten Gründe könnte man nun anführen, den Kocher daheim zu lassen (dass ich deutlich mehr Gründe dafür gefunden habe, mag unwesentlich damit zusammenhängen, dass ich mir ungern die eigene Wahl selbst schlecht rede)?

  • Kocher und Treibstoff bedeuten zusätzliches Gewicht, je nach Kocher- und Treibstoffart können da schon mal 400-500g zusammenkommen.
  • Man muss beim Resupply nicht auch noch drauf achten, Geschäfte zu finden, die den passenden Treibstoff vorrätig haben.
  • Vor allem die recht beliebten Alkoholkocher (beliebt aufgrund ihres sehr geringen Gewichts), sind oft schwer zu kontrollieren. Man möchte nur ungern dafür verantwortlich sein, den halben Yosemite-Nationalpark abgefackelt zu haben.
  • In den Regionen, in denen es erlaubt ist, wäre ein Lagerfeuer doch deutlich gemütlicher als ein schnöder Kocher. Und auf dem Feuer kann man sich dann auch mal was Warmes machen.
  • Ist man mit Leuten unterwegs, kann man sich im Tausch gegen irgendwas, sicher auch mal für einen Abend einen Kocher leihen.
  • Der Burger in der Stadt bekommt nochmal einen zusätzlichen Reiz.
  • Man kann sich an manchen Abenden das zusätzliche Wasser zum Abspülen sparen.
  • Die geringere Essensauswahl kann man auch als Vorteil umdeuten. Da die Alternativen nicht so zahlreich sind, braucht man weniger Zeit zum Einkaufen, ergo hat man mehr Zeit zum Biertrinken.
  • Es gibt meiner Ansicht nach genügend kalte Alternativen bei der Nahrung (ich komme im zweiten Teil darauf zurück).
  • Selbst wenn man feststellen sollte, dass man ohne Kocher nicht glücklich wird, könnte man diese Wahl unterwegs immer noch ändern.

Für mich jedenfalls überwiegen die Vorteile des no-cook diejenigen des Kochers bei weitem, deshalb war diese Entscheidung für mich gar nicht so schwer.

So, im zweiten Teil gehts dann bald um das eigentliche Hiker-Food.

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