Southbound Logistik – der verdammte Schnee in Washington

Wie hier https://southboundhiker.wordpress.com/2016/01/21/pct-sobo-warum/ erwähnt, war neben den geringeren Menschenzahlen, einer der Gründe für die SoBo-Idee, ein potentiell niedriges Schneejahr in den North Cascades. Ein sehr starker El Nino sollte das richten. Dieses dumme Phänomen scheint sich nun leider nicht um die üblichen Wetterprognosen zu kümmern, wie es momentan aussieht, werden die North Cascades sogar mit einem hohen Schneejahr beglückt. Eine allgemein anerkannte Faustregel besagt nun, dass es ziemlich sinnlos ist, loszuwandern, bevor das Schneelevel am Harts Pass 0 Inches – 1 Inch=2,54cm – erreicht hat (evt. sogar noch einige Tage danach). Alles davor wäre nicht nur sinnentleert, weil man den Trail so gut wie nie sehen würde (also viel Zeit für Orientierung mit Karten, GPS und Kompass aufwenden muss), sondern schlicht und ergreifend auch nicht ungefährlich, da die Cascades als ziemlich steiles und ruppiges Gelände gelten. Man würde dann einfach viel zu wenige Km abreißen können.

Es gibt nun eine Reihe von Möglichkeiten die Schneebedingungen einigermassen zu verfolgen, um abschätzen zu können, wann man ungefähr losgehen kann. Davon möchte ich Euch die meiner Ansicht nach nützlichsten kurz vorstellen.

  • http://www.wcc.nrcs.usda.gov/snow/ SNOTEL ist die gängigste Ressource, um die Schneehöhen zu verfolgen. Für SoBos ist wie gesagt die Station am Harts Pass entscheidend, aber auch ein Blick auf die Schneesensoren an Rainy und Stevens Pass können lohnen.  http://wcc.sc.egov.usda.gov/nwcc/site?sitenum=515 ist das Beispiel Harts Pass, es empfiehlt sich neben der aktuellen Snow Depth auch die Jahre zuvor anzusehen, um einen Vergleich zu haben. 2014 war z.B. ein hohes Schneejahr, letztes Jahr ein extrem Niedriges. Momentan sieht es zu meinem Leidwesen ziemlich genau aus wie 2014 😦
  • Eine Variante von Google Maps ist das hier http://www.postholer.com/gmap/  und damit kann man auch schön rumspielen. Man kann rechts unter Map Skin ebenfalls die aktuellen Schneehöhen speziell für den PCT ansehen, oder ab Frühjahr auch die Schmelzrate verfolgen. Sehr nützlich, aber auch hier ist leider alles dunkellila in Washington…
  • Wetterblogs gibt es natürlich auch jede Menge, dieser hier http://cliffmass.blogspot.de/ scheint – zumindest soweit ich das beurteilen kann – sowohl seriös zu sein als auch für SoBos nützlich, weil der gute Mann sich fast ausschließlich mit dem pazifischen Nordwesten beschäftigt und immer mal wieder auch was zum Thema Niederschlag und Schneehöhen schreibt.
  • Dann kann man natürlich auch in den jeweiligen sozialen Netzwerken zum PCT rumstöbern (PCT-Facebookgruppen, Reddit) oder bei der PCT-Listserv einfach mal fragen, dort sind oft auch Leute aus Washington aktiv, die einem die Situation aus erster Hand beschreiben können. Ich habe das noch nicht gemacht, werde das aber vermutlich im März mal tun.

Ich bräuchte dann mal ein paar gedrückte Daumen, dass sich die Schneesituation in den kommenden Wochen noch etwas entspannt. Denn je später man loslaufen kann, desto schwieriger wird es natürlich, rechtzeitig über die Sierra Nevada zu kommen…

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