Resupply-Überlegungen

Nachdem nun im Prinzip so weit alles steht – Anreise, Ausrüstung, Abholung – und auch der Startplan fixiert ist, bleibt noch die Organisation für den Resupply übrig. Der findet gedanklich gerade auf zwei Ebenen statt – by the way, das wird jetzt mal wieder ein Post für Planungsphobiker wie @just a thought 😉

Erstens geht es darum den ersten Resupply-Stop festzulegen. Hier sind wir momentan gemeinsam am rumüberlegen. 6-7 Tage bis zum Rainy Pass oder 8-9 Tage bis Stehekin. Ein Vorschlag war auch am Rainy Pass Essen bärensicher aufzuhängen, bevor wir zum Ross Lake weiterfahren und loswandern, um sich Trampen und Porto nach Mazama/Winthrop zu sparen. Würde man das für den kompletten nächsten Abschnitt bis zum Stevens Pass machen, hieße das direkt zu Beginn 2 1/2 bis 3 Wochen komplett ohne Zivilisation. Hmmm ja, not sure about that…Derzeitiger Kompromissvorschlag ist, am Rainy Pass Essen für die 2-3 Tage nach Stehekin zu deponieren und dort dann die erste Box bis zum Stevens Pass abzuholen.

Die zweite Ebene betrifft den kompletten Resupply für Washington und Oregon. Hier gibt es im Prinzip wieder zwei Möglichkeiten, bei denen ich mir noch unsicher bin, was da besser ist.

  1. Man kauft ein und verschickt die Boxen für Washington (4 Stück) und macht das gleiche dann in Cascade Locks für die 4 Stopps in Oregon. Nachteil hier ist, dass der Supermarkt in Cascade Locks als ziemlich überteuert gilt und für einen größeren Resupply daher nur bedingt geeignet ist.
  2. Man kauft vor dem eigentlichen Start für beide Staaten ein und verschickt entsprechend. Ich hätte dafür zu Beginn die deutlich bessere Infrastruktur (lies: Auto, Einkaufsmöglichkeiten) und man hat danach erstmal bis Ashland/Oregon seine Ruhe, auch mehr Zeit zum Ausspannen nach dem ersten Staat. Nachteil: man muss für insgesamt 8 Boxen, 942 Meilen oder grob 6-8 Wochen seine Verpflegung kalkulieren.

Sollte ich mich für die zweite Variante entscheiden, dann muss ich mir jetzt dann langsam tatsächlich meine Essensrationen pro Tag grob zusammenrechnen, um nicht komplett überfordert im amerikanischen Megastore vor den Regalen mit Riegeln und dehydrierten Leckereien stehen und das zählen anfangen zu müssen…Still thinking about it.

Advertisements

4 Gedanken zu “Resupply-Überlegungen

  1. bei variante 2 finde ich die vorausplanung echt schwer – kann man das so im vorfeld denn abschätzen wieviel man verbraucht an kalorien und wieviel man zum refill braucht? und diese sache mit den 3 wochen alleine gleich zu beginn – herausfordernd….auf der anderen seite denke ich mir gerade, dass es vielleicht gerade zum reinkommen ganz gut passt.

    ich persönlich bin gespannt auf die dynamik mit der begleitperson….ich wäre ja zumindest zu beginn der völlige einzelkämpfer/geher 🙂

    (nur für die planung bräuchte ich vorher jemand – „also, dann schickst du das DA hin.“ wobei ich das schicken jemand anderem auftragen müsste, ich leide unter postwegbringschwäche. fatal in diesem kontext ;))

    ach spannend! ich bin ja schon echt aufgeregt! (hast du eigentlich eine instagramaccount wo du mal zwischendurch bilder zeigen kannst?)

    Gefällt 1 Person

  2. Ich bin mir diesbezüglich auch unsicher, ganz ehrlich. Es hat beides Vor-und Nachteile, einer der größten Vorteile für mich wäre bei Number Two schlicht die Transportmöglichkeiten für Einkaufen und Post. Es ist nämlich gar nicht so einfach für 4 Wochen einzukaufen und das Zeug dann durch irgendwelche amerikanischen Kleinstädte zur Post zu schleifen. Man müsste das Ganze Gedöns für einen ziemlich langen Zeitraum einfach nur einmal hinter sich bringen. Das mit der Mengenkalkulation, das ist es eben, was Sorge macht ja. Wenn man´s so macht, eben ziemlich konservativ kalkulieren, ich muss mal noch nachdenken.
    Das mit den 3 Wochen zu Beginn halte ich ehrlich gesagt für keine besonders gute Idee (so lange wäre man danach im Prinzip eigentlich sowieso nie mehr ohne Zwischenstopp), 3 Wochen keine Dusche, keine Kommunikationsmöglichkeit, keine Wäsche waschen, ich weiß nicht. Bin jedenfalls ein Verfechter der Kompromisslösung.
    Was die Mitstreiterinnen angeht (wir sind mittlerweile zu dritt, meine beiden unterschiedlich alten Mädels und ich ;)) bin ich selbst gespannt. Aber hier geht es einfach darum, durch einige Abschnitte am Anfang zu kommen, die als außerordentlich schwierig gelten (mit die Schwierigsten überhaupt auf dem ganzen Trail) und es einfach besser ist, dort nicht allein zu sein – betrifft vermutlich so 2-3 Wochen. Danach wird man dann sehen, wie gut das zwischenmenschlich und vom Tempo her klappt. Auch das ist als NoBo einfacher, weil das Terrain leichter ist und dort hat man die Wahl: allein geht und wenn man mit Leuten laufen will, auch kein Problem.
    Instagram wirds dann rechtzeitig in der Seitenleiste geben ja (und wenn DU jetzt aufgeregt bist, was ist dann wohl bei mir ;)).

    Gefällt mir

  3. ich meine im grunde kannst du in die versorgungspakete ja auch ein ticken mehr reintun, zur sicherheit – und was zuviel ist kommt in die hikerbox.

    (noch eins: hälst du dich eiegntlich für trainiert? bez was hast du im vorfeld an training gehabt?)

    Gefällt mir

  4. Wenn ich das so mache, dann werde ich sowohl was die tägliche Meilenanzahl als auch die Essensmenge angeht genau das tun – recht konservativ planen. Ich weiß es aber echt noch nicht.
    Halte ich mich für trainiert? Hm, das ist natürlich immer Ansichtssache. Was ich mache ist, so regelmäßig es geht, joggen, dabei schaff ich mittlerweile ganz gut um die 25 Km. Und natürlcih immer mal wieder wandern, wenn es die Zeit zulässt. Dann hab ich jahrelang nebenher als Fahrradkurier in hügeligem Tübinger Terrain gejobbt, das hat meiner Rückenmuskulatur ganz gut getan, ich habe kein Problem lange Strecken mit um die 20 Kg zurückzulegen (und das ist auf dem PCT eher viel, wird man fast nur in den Abschnitten mit krasser Wasserknappheit haben). Was ich schon immer ganz gut konnte war ausdauernd Bergwandern, es gab da immer Leute die schneller waren, aber ich kann mein Tempo auch bergauf ziemlich lange konstant halten.
    Die Antwort lautet also: so mittel. Gibt sicher fittere Leute dort, aber auch welche, die langsamer sind. Ich sehe mich ab einem gewissen Zeitpunkt so im Schnitt 20 Meilentage (mal bissle mehr, mal bissle weniger in schwierigem Terrain) machen und das reicht auch. Man sollte dann auch nicht unterschätzen, dass einen dieser Trail ab einen gewissen Zeitpunkt in eine kaum vorstellbare Wandermaschine transformiert, das berichten auch vorher völlig untrainierte Leute.
    Was ich von Dir lese, sollte auch das also kein Hinderungsgrund sein, müsstest nur noch jemand finden, der Dir Deine Pakete zur Post bringt 😉 (und es gibt nicht wenige, die das so machen, mit oder ohne Postwegbring-Unlust ;))

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s