Washington

Da ich jetzt grade eh nichts anderes machen kann als die Füße hochlegen und das netz ausnahmsweise gut funktioniert, hier mal ein paar Eindrücke von Washington, dem ersten Staat.

Der Trail: ist schwierig, sehr viel hoch und runter, wenige flache Abschnitte. Die Auf- und Abstiege scheinen oft endlos, sind trotzdem untypisch steil und sind oft felsig. Höhenangst darf man hier beinahe auf keinem Abschnitt haben. Dazu kamen ab und an schwierige Schneepassagen, die bereits erwähnten blowdowns, die dieses Jahr wohl so schlimm wie selten waren und auch einige stark überwachsene Passagen, die deshalb nerven, weil die Füße komplett durchnässt werden, selbst wenn es nicht regnet. Auf jeden Fall sehr herausfordernd für alles, Mensch und Material.

Wäre das Wetter besser gewesen, natürlich sehr schön, sehr abgelegen. 

Die Gruppe:

1.George aka Meathead: super Typ, der eher pothead heissen müsste. Keine Ahnung wie viel Gramm der Mann legalerweise (einen Grasladen gibts hier an jeder Ecke) nit sich rumträgt, aber man müsste morgens um 6 nur seinen Kopf in sein Zelt stecken und wäre high. Ist 46, unterhält das ganze Camp mit Smartphone mucke und ist einer meiner engsten trailbuddies.

2. Chris aka siesta: mein bester kumpel, kommt aus kentucky, trinkt gerne Bier und obwohl er schneller ist als ich findet man ihn im lauf des tages immer wieder, weil er irgendwo pennt. Selbst im strömenden Regen legt der sich unter nen baum und ratzt.

3. Meggie aka Hollywood: unser Küken, aus schland wie ich, 19, langsam aber tough. Die einzige, die noch ohne Beschwerden auskam. Sehr nett und witzig.

4. Brendan, noch ohne Trailname. Der Athlet. Wäre schon längst irgendwo halb in Mexiko wenn ihm nicht die gruppe so ans Herz gewachsen wäre. Mit Alex aka Short-Cut verheiratet, die leider aufgeben musste.

Das ist der harte Kern, der noch übrig ist, von denen die gemeinsam gestartet sind. hinzu kamen immer mal wieder leute, die einen teil des weges dabei waren oder sind (mogli, where the fuck are you?).

Land und Leute: hier ist extrem auffällig, wie groß der Unterschied zwischen westlich der cascades und östlich davon ist. Alle sind extrem nett, hilfsbereit. Kennen auch den PCT und wissen was das bedeutet. Speziell sobos wird mit großem Respekt begegnet. Ansonsten könnte das aber unterschiedlicher nicht sein. Westlich alles liberale Software-Leute, öko, sanders. Östlich ist Trump-country, auf dieser forest road heute sind mir alleine 3 Jäger mit jeweils 2 halbautomatischen knarren begegnet. Wollte fragen welche viecher man mit AK47 zu erlegen gedenkt, habs mir aber anders überlegt.

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