Navigationsnachtrag

Mein Navigations-Setup sah in der Praxis dann doch etwas anders aus als noch hier beschrieben.

Ich hatte mich recht spontan dazu entschlossen, mir das Kartenmaterial nur als PDF-Dateien auf mein Smartphone zu laden. Zusätzlich hatte ich noch die zugehörige App von Halfmile. Und ich würde das auch genau so wieder machen.

Begründung: zugegeben wir hatten ein relativ niedriges Schneejahr erwischt und waren in einer Gruppe unterwegs. Das heißt ich hatte in der Regel über den Schneefeldern Abdrücke denen ich folgen konnte und so extrem viele sehr lange Schneeabschnitte gabs deshalb auch nicht. Nichtsdestotrotz würde ich – wenn überhaupt – die Printkarten in einem hohen Schneejahr ausschließlich für die bekanntermassen problematischen Abschnitte mitnehmen (Vom Monument bis Snoqualmie Pass und dann noch für die Goat Rocks Wilderness) und evt. noch vor Ort je nach Wetterlage die Sektionen in den High Sierras ausdrucken. Bei uns in der Gruppe hatte ungefähr die Hälfte die Printkarten dabei, benutzt wurden die so gut wie überhaupt nicht. Der Trail ist, selbst in nicht sonderlich gut markierten Abschnitten – eigentlich nicht zu verfehlen. Wenn man an eine Kreuzung kommt und sich nicht sicher ist, kann man immer noch auf gut Glück 200-300 Meter weiterlaufen und dann das GPS der Halfmile-App anwerfen – das im übrigen sehr sehr präzise ist – das sagt einem dann schon, ob man sich noch auf dem PCT befindet, wenn nicht: umdrehen und der nächste Versuch (mir ist das aber nie passiert, in der Regel gibt es an Kreuzungen Schilder). Nach Washington scheint mir Navigation dann überhaupt kein Problem mehr darzustellen, es gibt zig Markierungen und vor allem trifft man immer wieder Leute, die klar als PCTer zu erkennen sind – will heißen: ausgedruckte Karten von mir aus für die tricky parts in Washington, danach kann man sich das Gewicht sparen.

Dann habe ich auch auf die kostenpflichtige Guthook-App verzichtet, hatte aber genügend Gelegenheit mir diese bei anderen Wanderern in Ruhe anzuschauen. Auch hier würde ich sagen, dass man sie nicht zwingend benötigt, aber sie hat zugegebenermassen einen zentralen Vorteil gegenüber der Halfmile-App: Guthook visualisiert die markanten Spots wie z.B. Campstellen durch Bilder, will heißen, man weiß auch wirklich ganz genau, ob das jetzt die Camp- oder Wasserstelle ist, vor der man gerade steht. Zudem gibt es für Städte, Kneipen, öffentliche Zeltplätze Bewertungen anderer Hiker: lohnt sich ein Stop, ist das dort teuer, ist die Lebensmittelauswahl gut? Letztere Dinge kann man meines Erachtens auch oft genug bei anderen erfragen, aber gut, ich würde das nächste Mal darüber nachdenken, neben der Halfmile-App, Guthook dazuzunehmen.

 

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2 Gedanken zu “Navigationsnachtrag

  1. Und wie hält man ein Smartphone in der Wildnis am Laufen? Mit einem Solarladegerät?

    (Ich hatte mal eins, aber mit dem kam man selbst bei strahlendem Sonnenschein nicht weit. Aber vielleicht gibt’s da mittlerweile Besseres…)

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    1. Zunächst einmal ist es wichtig das Handy auf dem Trail immer im Flugmodus zu halten, dass spart tatsächlich sehr viel Akku. Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ein Solarladegerät, da gibt es mittlerweile schon ziemlich gute Sachen (z.B. https://www.anker.com/products/A2422011). Oder man nimmt eine externe Batterie mit, das habe ich gemacht (https://www.anker.com/products/A1310041), sowas lädt das handy bis zu 4 Mal. Ich habe auf dem Trail beide Varianten gesehen, würde aber für Sobos sagen, dass die Batterie besser ist, da man die Sonne oft nicht im Rücken hat.

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