Media Outline – 25.06.

Die Washington Post beweist diese Woche wieder, warum sie eine der Besten investigativen Zeitungen der Welt ist. In einer atemberaubenden Reportage zeichnen Greg Miller, Ellen Nakashima und Adam Entous detailliert die russische Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl nach. Das Ganze liest sich spannender wie ein  Spionageroman und wirft auch ein außerordentlich kritisches Licht auf die Obama-Administration. Diese habe die ganze Affäre viel zu spät und zudem nachlässig behandelt. Außerdem sei die amerikanische Öffentlichkeit völlig unzureichend über die russischen Aktivitäten informiert worden. Eine journalistische Bombe und ein Must-Read: Hacking Democracy.

Um Hacker geht es auch in einer faszinierenden Geschichte der NY Review of Books. Anhand der Besprechung des WikiLeaks Dokumentarfilms Risk von Laura Poitras, erzählt Sue Halpern die Geschichte von WikiLeaks Gründer Julian Assange.

Der Mann wird als ein machtbesessener Egozentriker porträtiert, der längst die Beziehung zu den eigentlichen Zielen der Organisation verloren habe. Ungute Verbindungen zu autokratischen Regimen und ein fast schon soziopathisches Verhalten wird dem Mann hier attestiert. Sowohl der Artikel ist sehr lohnend, wie der Film, der im Juli auch in Deutschland in die Kinos kommt, sehenswert zu sein scheint.

Für ehemalige oder aktuelle Heavy Metal Fans bietet der Rolling Stone einen lustigen Zeitvertreib. Die 100 besten Metal Alben. Das macht ziemlich Laune, sich da mal ein wenig durchzuscrollen und sich an vergessene Headbangerschätze zu erinnern, die mittlerweile irgendwo ganz in den Untiefen des eigenen CD-Regals vor sich hinstauben. Oder Platten mal wieder hervorzukramen, die man auch heute noch immer mal wieder anhören kann, wenn man ein paar Agressionen abbauen muss. Life of Agony River Runs Red, Slayer South of Heaven, Maiden, Mann, Mann Mann, waren das Zeiten 😉

Die Historikerin Daina Ramey Berry räumt in der Newsweek mit einigen Mythen und Halbwahrheiten zur Sklaverei in den USA auf. Kurz und pointiert weist sie u.a. darauf hin, dass die Mehrzahl der afro-amerikanischen Sklaven nicht aus Afrika auf die Plantagen des Südens kamen, sondern aus der Karibik. Auch die Verarbeitung und Repräsentation der Sklaverei in der Populärkultur wird kurz beschrieben. Ein großes Thema, das sicher auch ausführlicher hätte behandelt werden können. Wer sich aber mal schnell einen Überblick zu dem Thema verschaffen möchte, ist hier richtig.

Zum Schluß singt das Backpacker Magazine noch eine Hymne auf das Wandern. Eben weil Wandern im Prinzip eine anthropologische Konstante ist, schon unsere Vorfahren Tausende Kilometer zurücklegten um geeignete Lebensräume zu finden, sei Wandern die Krone aller Outdoor-Aktivitäten. Es gibt keine Beschäftigung die einen stärker unsere Verbindung zur Natur spüren lässt, deshalb lasst Euch inspirieren, get the hell out there, weil: „Hiking is better than cool. It’s hot.“

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