Städtet(r)ips – Las Vegas

War schon mal jemand dort? Lohnt es sich? Können 42,9 Millionen Besucher (2016) und insgesamt 52,9 Milliarden Dollar Jahresumsatz irren? Soll der geneigte USA-Reisende den Verlockungen der Kunststadt in der Wüste Nevadas folgen? Ich würde sagen ja, aber nicht für sehr lange. Man muss es einmal im Leben gesehen haben, dann kann man weiterziehen.

Las Vegas bietet sich zum Beispiel ideal für einen kurzen Zwischenstop auf dem Weg in die Nationalparks nach Utah an. Auch ein kleiner Abstecher vom Grand Canyon ist gut möglich. Was erwartet einen dann in der Entertainment Capital of the World? Genau das. Ihr solltet Euch einfach für zwei Tage dem Ganzen Irrsinn dieser Stadt hingeben. Einfach mal nicht drüber nachdenken, dass es ein ziemlicher Wahnsinn ist, mitten in der Gluthitze der Wüste eine Metropole aufzuziehen – gut, das passierte in den 1940er Jahren auch nur auf Betreiben des organisierten Verbrechens. Mobster wie Bugsy Siegler nutzten in dieser Zeit die Legalisierung des Glücksspiels in Nevada aus, um die bereits bestehende kleine Siedlung, in einen gigantischen Vergnügungspark umzuwandeln. Nicht über die Wasserverschwendung sinnieren, die die Sprenkler entlang des Strip bedeuten. Damit soll für die Passanten die Hitze etwas erträglicher gestaltet werden. Auch die minütliche Aushändigung von Flyern, die einem mitteilen, der Puff sei jetzt aber doch der Allergeilste in Vegas, oder diese Damen machen auf dem Hotelzimmer noch dies und jenes mit einem, sollte man einfach ignorieren.

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Stichwort Strip. Die riesige und ewig lange Vergnügungsmeile ist im Prinzip der einzige Ort, an dem Ihr Euch aufhalten werdet. Entlang des Strip befinden sich nahezu sämtliche Attraktionen, die Las Vegas zu bieten hat. Die großen Hotels und Casinos. Die Fountains of Bellagio, das gigantische Hard Rock Café oder der Stratosphere Tower. Lasst Euch treiben, geht unbedingt in das ein oder andere der großen Casinos und spielt auch mal. Trinkt billiges Bier und geht günstig irgendwelche Muscheln essen. Denn eines ist Las Vegas. Es bietet für jeden Geldbeutel die Möglichkeit sich zu vergnügen und ist dahingehend in gewisser Hinsicht ein sehr demokratischer Ort. Es gibt auch riesige Outlet-Center in denen man unglaublich günstig Klamotten kaufen kann.

Dann hätte ich noch einen Übernachtungstipp. Wer nach Las Vegas fahren will, sollte die Übernachtung nicht zu lange im Voraus buchen. Man sollte einige Tage bevor man dahin will, über Portale wie Booking oder sowas suchen. Oftmals verschleudern nämlich die großen Luxushotels noch freie Zimmer dann zu ziemlichen Spottpreisen und man kann für 60 Dollar sehr viel bekommen. Als Vor- oder Nachbereitung empfiehlt es sich auch, mal wieder Hunter S. Thompsons Klassiker Fear and Loathing in Las Vegas zu lesen. Dann kommt einem der ganze Irrsinn immerhin adäquat surreal vor. Nach zwei Tagen kann es dann auch weitergehen. Ein letzter Blick aus der flirrenden Wüste auf dieses Heiligtum des Konsums, weiter zu ruhigeren Gestaden.

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5 Gedanken zu “Städtet(r)ips – Las Vegas

  1. das ist so geil las vegas!! ich hab da mal 500 dollar gewonnen 😂 wir waren die ganze nacht dort irgendwie unterwegs gewesen, alles schweine teuer und am ende hatte ich noch so einen quarter über. quais im vorbeigehen hab ich den in so eine slotmaschine geworfen – rattta, licht geht aus, spot auf mich 😂 ich wollt schon die hände hochnehmen vor schreck! dann kam der casino chef und alleam beglückwünschen, ich habs null gecheckt. am ende hatte ich 500 dollar und hab mir erstmal ein heineken für 8 dollar gekauft:)

    ich find las vegas grossartigst!

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    1. 😁 Gewonnen hab ich nix, witzig wars trotzdem. Was mich wundert, dass Du das teuer fandest. Da gibts doch Bier für 3 Bucks an jeder Ecke. Deswegen sieht man doch da auch viele Leute, die offensichtlich im Prinzip wenig Kohle haben, aber ein Urlaub in Vegas ist eben trotzdem drin. Ich kenne glaube keine billigere Stadt da drüben, wenn man bisschen sucht. Find aber auch, dass das für ne kurze Zeit Laune macht.

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