Zum Thema Chili

New Mexico, Arizona oder doch Texas? Der Ursprung von Chili con Carne gehört zu den umstrittensten der amerikanischen Küche. Nicht nur woher genau er stammt, auch seit wann es den scharfen Eintopf gibt und von wem er erfunden wurde, ist ungeklärt. Von religiösen Eingebungen einer spanischen Nonne, hin zu möglichst billiger Verpflegung für texanische Häftlinge und indianischen Konserviermethoden, reichen die Gerüchte und Legenden. Die ersten wirklichen Rezepte finden sich in dem Kochalmanach Mrs. Owens Cookbook von 1880, sowie einem Ratgeber für die Köche der US-Armee von 1896. Für uns wirklich interessant ist zweierlei. Erstens ist Chili nicht nur im Südwesten der USA, sondern landesweit zu einem extrem weitverbreiteten Gericht avanciert. Zweitens kann man ein gutes Chili auch selbst sehr einfach nachkochen. Die folgende Chili-Variante ist ein von mir leicht abgewandeltes und vereinfachtes Rezept von Jamie Oliver. Ich finde es großartig und es ist mein personal favorite beim Thema Chili. Los gehts.

Zutaten (für vier Personen. Wer das Ganze als Partygericht nutzen will, verdoppelt einfach die Menge):

500 g Rinderhack, 2 Dosen gehackte Tomaten, 2 rote Paprikaschoten in Streifen geschnitten, 2 Dosen Kidney- oder schwarze Bohnen, 1 Dose Mais (das ist optional, in Originalrezepten kommt Mais nicht vor. Ich selbst wechsel da ganz gerne ab, Mais sorgt für mehr Fruchtigkeit und kann dem Ganzen auch zu große Schärfe wieder entziehen), 2 frische Chilischoten, in Streifen geschnitten, 2 rote Zwiebeln, in Würfel geschnitten, 4 Knoblauchzehen, fein gehackt,  300 ml heißer Kaffee (unabdingbar), 1 EL Rohrzucker, Olivenöl, Salz Pfeffer.

Gewürze: 3-4 getrocknete Chilischoten, fein gehackt (je nach Schärfe, die sich schwer bestimmen lässt. Lieber etwas vorichtiger agieren und später nochmal Chilischoten hinzufügen), 1 TL Oregano, 1,5 TL Kreuzkümmel (unabdingbar), 1,5 TL scharfer Paprika, 2 Lorbeerblätter, 1 Zimtstange).

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Awesome stuff guys 😉

Zubereitung:

In einem großen Topf ein paar Schuss Olivenöl erwärmen. Alle Gewürze darin sanft einige Minuten angehen lassen, damit sie ihr Aroma voll entfalten. Dann die Zwiebeln, den Knoblauch und die frischen Chilischoten hinzu und weichdünsten. Das Ganze mit dem Kaffee ablöschen und den Rohrzucker zufügen. Kurz einreduzieren lassen, dann das Fleisch hinein. Salzen, pfeffern und einige Minuten unter Rühren alles vermischen. Jetzt kommen die Tomaten dazu und erstmal für 20 Minuten der Deckel drauf. Dann die Paprikastreifen hinzu und wieder 15-20 Minuten leicht köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Bohnen und evt. den Mais abgießen, aber ein klein wenig des Bohnensaftes behalten, der sorgt für die Bindung. Das kommt dann zum Chili, das nochmal 15 Minuten weitersieden darf. Fertig. Das muss man dann auch nicht gleich essen, Chili wird sogar bei nochmaligem Erwärmen immer intensiver.

Die Exotik des Kreuzkümmel und die leichte Bitterkeit des Kaffee machen dieses Chili für mich zu einem echten Geschmackserlebnis. Wer möchte kann zum Servieren ein Klecks Crème Fraiche da drauf tun – auch wenn man es mit der Schärfe übertrieben hat, hilft das – Brot oder Tortillas und ein eiskaltes Bier. You´ll love it 😉

 

 

 

 

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8 Gedanken zu “Zum Thema Chili

  1. Jaaaaaa, Chili!!! Ich liebe es pötteweise einzukochen und dann wieder aufgewärmt zu essen…:)

    Mein Rezept deckt sich sehr mit deinem, ich habe allerdings den Kaffee/Espresso in dunkle Schokolade (mind. 70%) abgewandelt. Schmeckt mir noch etwas besser…
    Zimt und Kreuzkümmel sind ganz wichtig, Mais lasse ich eher weg, je nach gusto.

    Gefällt 1 Person

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