Von Bären & Co auf dem PCT

Ich würde heute mal wieder einem Leserwunsch nachkommen. Einer der am häufigsten aufgerufenen Beiträge hier, ist immer noch meine kleine Aufzählung über die potentiellen Begegnungen aus dem Tierreich auf dem PCT. Aber welchen Tierchen bin ich tatsächlich über den Weg gelaufen und wie fühlt es sich an, wenn man Bären trifft?

Ursus americanus

Ich hatte in meinem kleinen Tagebuch zwar schon mal kurz darüber berichtet, aber es stoßen ja immer auch mal neue Leser dazu. Ich bin in Washington insgesamt zwei Bären begegnet. Das erste Mal sind wir durch lautes Rascheln darauf aufmerksam geworden. Wir hielten an und bemerkten dann so ca. 100 Meter von uns entfernt eine Bärin mit ihren zwei Jungtieren. Insbesondere letzteres sorgte schon für gewisse Beunruhigung bei uns, aber nach ein-zwei Minuten gegenseitigen Austarierens, entspannten sich beide Parteien. Die Bärin schien sich nicht weiter an uns zu stören und schlug sich nach einiger Zeit mit ihrem Nachwuchs ins Gebüsch. Bei uns war die anfängliche Furcht recht schnell Faszination gewichen.

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Schwer zu sehen in der Mitte des Bildes – der Bär
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Die Bärin und Junges Dank Fotoshopkünsten von Gabriela

Beim zweiten Bär war ich alleine. Ich war recht zügig um eine Kurve gebogen und dann stand er da direkt vor mir auf dem Trail. Ich hätte ihn mit den Trekkingstöcken berühren können. Ich war so erschrocken, dass ich leider kein Bild machen konnte, denn auch der Bär war dermaßen irritiert, dass er direkt in den Wald galoppiert ist.  Hat man den nötigen Respekt, gibt es keinen Grund zur Sorge. Dass wir aller Wahrscheinlichkeit nach noch einem dritten Bären und vermutlich sogar Wölfen (vielleicht warens auch Kojoten, glaubs aber nicht) begegnet sind, könnt ihr gerne bei zwei kleinen Campgeschichten nachlesen.

Rehe, Murmeltiere und so

Ansonsten sind mir noch Murmeltiere, ein Hase und vor allem in Südoregon zahllose Rehe und Hirsche begegnet. Letzteres hört sich unspektakulär an, aber die Viecher sind aufgrund des ziemlich nährstoffarmen Waldes dort, sehr am Schweiß des Wanderers und seiner Ausrüstung interessiert. Will heißen die kommen morgens ans Zelt und lecken überall rum. Auch wenn man eine Pause macht, suchen sie durchaus die Nähe und das kann dann irgendwie auch recht befremdlich wirken.

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Die kommen auch gerne mal noch etwas näher…

Schlangen jedweder Art hab ich keine gesehen, war dazu aber auch nicht weit genug südlich. Mein PCT-Buddy Matthew berichtete neulich via Facebook WIE nah man vor allem Klapperschlangen unabsichtlich kommen kann. Da gilt es also schon genau aufzupassen, wo man sich für sein Nickerchen abrollt 😉 😉

 

 

 

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