Städtet(r)ips – San Francisco

Wie versprochen würde ich Euch heute gerne mit nach San Francisco nehmen. War von Euch schon mal jemand da? Wenn ja: wie fandet ihr´s in einer der meistbesuchten Städte der USA? Ich werde jedenfalls auf die gängigen Touristenattraktionen wie Cable Cars, die Fisherman´s Wharf, Golden Gate Bridge – so man sie denn wegen des ständigen Nebels überhaupt sehen kann – und Alcatraz verzichten. Wobei letzteres tatsächlich den Besuch wert ist, kann man die Zeit dafür erübrigen. Nein, ich würde Euch San Francisco gerne auf den Spuren der Hippies und Beat Poets vorstellen.

Von der Wharf nach Telegraph Hill

Habt ihr den Besuch der Vergnügungsmeile Fishermans Wharf hinter Euch gebracht – alleine um die abgedrehten Straßenmusikanten und Jointverkäufer zu bewundern, lohnt sich das trotzdem – biegt man zum Wasser hin gesehen einfach mal nach rechts ab. Schon von weitem sieht man den Coit Tower auf einem von San Franciscos Hügeln thronen. Nach ein paar hundert Metern entlang des Embarcadero genannten Stadthighways biegt nach rechts eine steile Treppe in Richtung des Turms ab. Folgt man dieser, wird man alsbald mit einem großartigen Blick über die Bucht belohnt.

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Die Okland Bay Bridge – vom Coit Tower aus gesehen

Im Coit Tower selbst kann man dann einige Gemälde, die im Rahmen des Public Arts Project des New Deal entstanden sind, bewundern, ehe man sich wieder auf den Weg Richtung Downtown macht. Dazu durchquert man den Telegraph Hill. Dies ist ein Stadtteil, in dem die Beat Poets wie Kerouac, Ginsberg & Co überall ihre Spuren hinterlassen haben. Es lohnt sich hier einfach ein wenig durch die Sträßchen, mit der so typischen, viktorianischen Architektur zu flanieren. Zurück Richtung Downtown und dem Financial District, mit der immer weithin sichtbaren Trans-America Pyramid, kommt man automatisch an der zweitgrößten Chinatown der USA vorbei. Hier wird man auf jeden Fall irgendwas Abgefahrenes zur Stärkung finden.

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Allerorten Spuren der Beats

Danach gibt es nämlich einen Pflichtbesuch, wenn man in San Francisco ist. Der City Lights Bookstore ist ein Must-Visit. Der Buchladen samt Verlag wurde 1953 vom Beat-Poeten Lawrence Ferlinghetti gegründet und wurde seitdem für so ziemlich alles was im gegen-kulturellen Bereich Rang und Namen hat, zu einer Anlaufstelle. Noch heute hat diese Buchhandlung eine fantastische Sammlung an Beat-Literatur zu bieten. Wenn man sich dafür interessiert, kann man darin Stunden zubringen.

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Der City Lights Bookstore – ein Garant für Übergepäck.

Nach Haight Ashbury

Von der Stadtmitte wie z.B. dem Union Square, nimmt man am Besten die Buslinie #6 in DEN Stadtteil des Summer of Love. Und auch wenn das mittlerweile natürlich hauptsächlich touristischen Interessen dient, so fühlt man sich zeitweise doch, als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Nehmt Euch unbedingt einige Stunden für ein paar der Haupstraßen des Viertels, wie die Oak Street. Nehmt die freakigen Alt-Hippies und Kiffer in Euch auf, die es immer noch gibt. Geht in die völlig abgedrehten Läden, sehr tollen Second Hand Shops und ganz am Ende, kurz bevor man dann in den riesigen Golden Gate Park kommt, unbedingt zu Amoeba Music. Dieser alternative Plattenladen gibt alles her, was das geneigte Musikherz wünscht. Es gibt hier nichts, was es nicht gibt. Abends in eine der Schwulenkneipen des Castro District oder ins legendäre Matrix Fillmore, in dem schon Jefferson Airplane und die Doors aufgetreten sind.

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Die Läden in Haight Ashbury – der Hammer

Ein kurzer Hinweis dann noch: Rauchen und Alkohol trinken, ist in Kalifornien auf öffentlichen Plätzen, auch in Parks, verboten. Wer zu derlei Dingen Näheres lesen möchte, kann das sehr gerne hier tun.

Nächste Woche würde ich Euch dann gerne die Beat Poets noch etwas näher bringen, dabei hoffentlich einige Missverständnisse um sie herum ausräumen und Euch zum Abschluß noch auf einen Roadtrip mitnehmen.

 

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