Media Outline – 04.12.

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Wochenstart Freunde und damit Medientag hier auf dem Blog. Ich war am Wochenende  unterwegs und das ICE-Wlan hat sich mal wieder als extrem zuverlässig erwiesen. Die Ausbeute heute ist dementsprechend sehr mager und auch recht monothematisch.

Michael Flynn und Russland

Die Russland-Ermittlungen des Sonderermittlers Robert Mueller haben ja die letzten Tage an Fahrt aufgenommen. Mit dem Schuldeingeständnis des ehemaligen Sicherheitsberaters und Trump-Vertrauten Michael Flynn, keimten ja dann doch Hoffnungen auf, dass es eng werden könnte für den Donald. Da sind die meisten führenden Zeitungen in den USA aber recht skeptisch. Sowohl der Atlantic als auch der New Yorker sehen trotz der zu erwartenden Enthüllungen des geständigen und kooperationsbereiten Flynn, kaum Chancen auf ein Impeachment-Verfahren. Zu groß seien die Hürden und außerdem, so argumentiert der Atlantic, sähen die Republikaner nach wie vor keinen Vorteil darin mit Trump zu brechen. Der New Yorker ist etwas optimistischer, würde eine Amtsenthebung aber auch erst nach einem möglichen Erfolg der Demokraten bei den Kongresswahlen am Horizont sehen. Auf einer anderen Ebene wird den jüngsten Wendungen aber doch etwas sehr Positives abgewonnen. Jeffrey Toobin glaubt, dass die Aussagen von Flynn die Glaubwürdigkeit Trumps jenseits seiner Die-Hard-Anhänger weiter erschüttern werde und damit die Chancen auf Wiederwahl sänken. Immerhin könnte man sagen.

Ganz grundsätzlich sieht der Kolumnist David Von Drehle in der Washington Post die politischen Lautstärkeregler auf Anschlag gedreht. Nordkorea, Tillerson-Entlassung, Deutschland bekommt keine Regierung hin, Trump twittert manisch gegen alles und jeden, bekommt aber trotzdem noch eine katastrophale Steuerreform durch den Kongress (was auch der Rolling Stone als ein „Dark Moment for America“ betrauert). Wird’s einem ganz schwindlig beim Lesen.

Ebenfalls in der Post befürwortet man einen Komplettausschluß Russlands von den Olympischen Spielen, nur einzelne Athleten sollten bei nachgewiesener Unschuld individuell starten dürfen. Darf man morgen dann gespannt sein ob das IOC diese Cojones hat, mein Tipp: eher nicht 😉

American Shopping

Zum Schluss dann noch eine ganz nette Glosse aus dem Atlantic. Vor kurzem eröffnete die amerikanische Großhandelskette Costco ihre erste europäische Filiale in einem Pariser Vorort.

Für diejenigen, die Costco nicht kennen: das Prinzip dieses Supermarkts besteht darin, dass man für einen jährlichen Mitgliedsbeitrag, in den Genuss der sehr preisgünstigen Angebote kommt. Die Besonderheit von Costco liegt nun in den für Europäern unfassbaren Mengen, die man sich in den Einkaufswagen packen kann. Stellt Euch das Ganze so ähnlich wie den Mitnahmemarkt von Ikea vor, nur eben für Lebensmittel. Es ist sehr amüsant zu lesen, was passiert wenn Europäer auf amerikanisches Einkaufsverhalten treffen: An American Mastodon in Paris.

 

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