Media Outline – 11.12.

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Zunächst einmal ein kurzes Sorry für den ausgefallenen Casual Friday, ich hatte leider zu viel um die Ohren letzte Woche und bin deshalb nicht dazu gekommen. Auch die heutige Media Outline wird recht knapp ausfallen, ab Mittwoch gibts das hier dann wieder in der gewohnten Länge, versprochen 😉

Konservatismen

Man vergisst es in Zeiten eines Herrn Trump ja gerne, aber die Republikanische Partei – oder Grand Old Party (GOP) – ist ja auch immer noch die Partei eines Abraham Lincoln oder Theodore Roosevelt. Präsidenten also, die zumindest nach innen durch ihre progressiven Ideale in die Geschichte eingegangen sind.

Der New Yorker sieht die einstmals stolze Partei nun nach der einjährigen Amtszeit des Donald endgültig vor einem Scherbenhaufen stehen. Die Wahlempfehlung Trumps für den erzkonservativen Senatskandidaten Roy Moore in Alabama sei die letztgültige moralische Bankrotterklärung der einst stolzen Partei. Aufgrund der zahllosen Mißbrauchsvorwürfe denen sich Moore zu erwehren hat, sei dies möglicherweise der point of no return, eine Entscheidung von der sich die Republikaner nicht mehr erholen würden.

Auf einer tieferen Ebene beschäftigt sich die NY Review of Books mit der Zukunft des amerikanischen Konservatismus im Zeitalter von Trump generell. Ich selbst bin mir zwar nicht sicher, ob man Trump überhaupt als Konersvativen klassifizieren kann, oder nicht eher einer durchaus spezifisch amerikanischen Spielart von Populismus, aber gut. Es gebe momentan eine inhaltliche Schlacht unter Konservativen, was eigentlich genau unter „konservativ“ zu verstehen sei. Die Lager gruppieren sich hauptsächlich um zwei verschiedene Think Tanks. Zum Einen die einem klassischen Konservatismus verpflichtete Heritage Foundation in Washington DC. Zum anderen das in Kalifornien beheimatete Claremont Institute, das einem aggressiv-nationalistischen Konservatismus das Wort redet. Im Kern dreht sich die Auseinandersetzung um eine sehr unterschiedliche Interpretation der amerikanischen Gründungsgeschichte. Sehen die Einen in der amerikanischen Revolution nach wie vor den Kern eines amerikanischen, quasi ahistorischen Exzeptionalismus – Claremont – akzeptieren die anderen, den Wandel des amerikanischen Experiments durch Einwanderung und begrenzte staatliche Steuerung – Heritage. Eine faszinierende Lektüre: Donald Trump´s Brains.

Ein bissel Netflix

So, dann soll es ja Leute geben, die ein Netflix-Abo besitzen. Hier empfiehlt der Atlantic ziemlich euphorisch die zweite Staffel von The Crown, ein Historiendrama über die Regierungszeit Elisabeth´ II. Die Serie sei brillante Charakterstudie, aufschlußreiche Geschichtsstunde und gute Unterhaltung in einem, zudem exzellent besetzt und ausgestattet. Mich würde das thematisch jetzt nicht sonderlich interessieren, aber evt. ein Tipp für manch einen von Euch geneigten Lesern…

Ich selbst habe Netflix gerade auch mal wieder wetterentsprechend einen Probemonat aus den Rippen geleiert und schaue da gerade The Sinner, was ich bislang ziemlich gelungen finde – und das ist für mich als bekennenden Nicht-Seriengucker ein Riesenlob  😉 Schon früh als inakzeptabel langweilig abgebrochen wurden sowohl Ozark wie auch Mindhunter. Rein thematisch hatte mich zudem Frontier gereizt, eine Geschichte um die Konflikte im kanadischen Pelzhandel des 18. Jahrhunderts rund um die Hudson Bay Company, amerikanischen Raubtierkapitalisten und Trappern. Leider merkt man dieser Serie ihr wohl nicht allzugroßes Budget doch sehr stark an, wie ich finde…

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